Beitrag von Global Press, 18.06.2012, 09:59
Vorhofflimmern doch lebensbedrohlich
Vorhofflimmern ist eine vorübergehende oder dauerhafte Herzrhythmusstörung, die mit einem bis zu 500 Prozent erhöhten Schlaganfall-Risiko einhergeht. Damit stellt sie eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung dar. Deshalb fordern jetzt auf dem Weltkongress für Kardiologie der World Heart Federation in Dubai 68 medizinische Fachgesellschaften und Patientenorganisationen aus 39 Ländern in einer gemeinsamen Charta, um „die verheerenden Konsequenzen von durch Vorhofflimmern ausgelösten Schlaganfällen zu verringern“. Der Tod oder die Invalidität von Millionen Europäern könnten verhindert werden, wenn die Krankheit besser diagnostiziert und behandelt würde, so die Experten.
Vorhofflimmern führt zu unregelmäßigem, zu schnellem oder zu langsamem Herzschlag, wodurch es zu Bildung von Blutgerinnseln kommen kann. Diese Gerinnsel können bis in das Hirn wandern und dort einen schweren und oft tödlichen Schlaganfall auslösen. Besonders gravierend ist, dass durch Vorhofflimmern ausgelöste Schlaganfälle oft schwerwiegender sind als jene, die andere Ursachen haben. Für die Betroffenen bedeutet dies, dass ihre Chancen auf eine Rückkehr ins häusliche Umfeld verringert werden und sie stärker auf Betreuung durch Familienangehörige oder in Pflegeeinrichtungen angewiesen sind. (Annette Bulut/mp)

Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de
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