Beitrag von Roland Lehmann, 10.03.2009, 18:57
Unternehmensanleihen – Zweistellige Renditen nicht ohne Risiko
Unternehmen legen Anleihen auf, um sich am Kapitalmarkt zu (re)finanzieren.
Das bedeutet, dass das Unternehmen als Herausgeber einer Anleihe zum Schuldner wird und die zeichnenden Anleger als Käufer der Anleihe erlangen den Gläubigerstatus. Die Rendite für den Anleger bei Unternehmensanleihen wird von folgenden drei Kriterien bestimmt:
Kurswert der Anleihe zum Zeitpunkt des Kaufs
Kurswert der Anleihe zum Zeitpunkt des Verkaufs
Laufende feste Verzinsung der Anleihe.
Die Börse Stuttgart bietet auf ihren Internetseiten einen Renditerechner.
Unternehmensanleihen haben eine feste Laufzeit und werden am Ende dieser Zeit zu 100 % des Nominalwertes zurückgezahlt. Je nach Bonität der Emittenten variieren während der Laufzeit die Kurswerte. Während der Laufzeit dieser Anleihe zahlt das Unternehmen als Schuldner den Anlegern fest vereinbarte Zinsen. Unternehmen mit niedriger Bonität müssen den Anlegern höhere Zinsen zum Risikoausgleich anbieten als Unternehmen mit besserer Bonität.
Das Risiko des Anlegers besteht in einer möglichen Insolvenz des Unternehmens. Dennoch werden Anleihebesitzer im Gegensatz zu Aktionären des Unternehmens vorrangig im Insolvenzfall bedient. Ob diese Bevorzugung dann ausreicht, die Fremdmittel wieder an die Anleihebesitzer zurück zu zahlen, hängt von der jeweils zur Verfügung stehenden Masse ab, die im Insolvenzfall zur Verteilung kommt und auch davon ab, ob noch weitere vorrangig zu bedienende Gläubiger vorhanden sind.
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Tags:
Anleihe, Corporate Bonds, Unternehmensanleihe, Kurswert, Nominalwert, Zinsen, Bonität, Börse Stuttgart, Renditerechner, Risiko
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