Beitrag von Wolfgang W. Seefeldt, 19.09.2008, 15:07
Rückenschmerzen: Alexander-Technik hilft besser als Massagen
Aus einer britischen Studie geht hervor, dass Patienten mit dauerhaften oder stets wiederkehrenden Rückenschmerzen offenbar noch nach einem Jahr von der sogenannten Alexander-Technik und von sportlichen Übungen profitieren. Therapeutischen Massagen halfen hingegen weniger.
Knapp 600 Patienten, die sich wegen Rückenschmerzen seit mindestens drei Monaten hatten behandeln lassen, nahmen an der Studie teil. Fast 80 Prozent von ihnen hatten im vergangenen Jahr an mindestens 90 Tagen Rückenschmerzen. Die Patienten erhielten 6 bzw. 24 Unterrichtsstunden in Alexander-Technik oder therapeutische Massagen und absolvierten zusätzlich sportliche Übungen zur Verbesserung der Körperspannung und der motorischen Koordination. Ergebnis: Nach einem Jahr berichteten diejenigen Patienten, die die Alexander-Technik absolvierten, sie hätten in den vergangenen vier Wochen seltener Rückenschmerzen gehabt als Patienten der Kontrollgruppe mit etablierter Rückenschmerztherapie (statt an 24 Tagen nur an drei Tagen). Patienten, die therapeutische Massagen erhielten, hatten dagegen an 14 Tagen der vergangenen vier Wochen Rückenschmerzen.
Stichwort Alexander-Technik: Begründet wurde sie von dem Australier Frederick Matthias Alexander. Es ist eine Methode zur Veränderung von Bewegungs- und Verhaltensmustern. Sie wird anhand von Alltagsbewegungen gelehrt. Gehen, sitzen, aufstehen, stehen, nach etwas greifen und etwas heben sind einige Themen des Unterrichts. Auch an spezifischen Bewegungsabläufen kann gearbeitet werden, zum Beispiel Rad fahren, Schreiben, Tätigkeiten am Bildschirm oder Musizieren. Die Technik wird im Einzelunterricht in Lektionen von 30 bis 50 Minuten vermittelt.
Weitere Informationen unter http://www.alexander-technik.org
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Tags:
Rückenschmerzen, Alexander-Technik, Bewegungsmuster, Verhaltensmuster
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