Beitrag von Global Press, 13.07.2011, 08:58
Hohe Strafe für Software-Raubkopierer
Zwei Raubkopierer sind vom Landgericht Mühlhausen zu hohen Haftstrafen verurteilt worden und müssen dreieinhalb Jahre, beziehungsweise drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Die Wiederholungstäter hatten in über 900 Fällen über Jahre hinweg illegale Software über das Internet vertrieben, der Schaden für Softwarehersteller wird auf 1,4 Millionen Euro geschätzt. Bei gewerbsmäßiger Urheber- und Markenrechtsverletzung, wie im vorliegenden Fall, kennen die Gerichte keine Gnade. Sie bewerten diese Straftat als Wirtschaftskriminalität.
Nebenkläger im Prozess war Microsoft. Die Angeklagten hatten überwiegend Software dieses Herstellers kopiert und zum Kauf angeboten. Der Anwalt von Microsoft zeigte sich mit der ausgesprochenen Strafe zufrieden, die noch relativ mild ausfiel, weil die Angeklagten ein Geständnis abgelegt hatten.
Microsoft ist auch Mitglied bei der Business Software Alliance (BSA). Die Vereinigung, der viele Softwarehersteller angehören, verurteilt die Verwendung und Verbreitung illegaler Software und ruft in Werbespots mitunter auch schon mal frustrierte Angestellte auf, ihren Chef wegen Verwendung nicht lizenzierter Software anzuzeigen. Laut BSA wurden vergangenes Jahr in Deutschland Programme im Wert von 1,6 Milliarden Euro illegal kopiert. BSA schätzt, dass über ein Viertel aller verwendeten Programme raubkopiert sind. (Martin Fryba/cid)
| Permalink
Themen:
Hardware
|
Software
|
Computer und Multimedia
|
Global Press
|
Tags:
Global Press, cid, Software, Recht, Bild vorhanden
Nächster Beitrag: Woran erkennt man eine gute Arztpraxis?
Vorheriger Beitrag: Bildungsstätte Scheesberg in Ostseenähe, mit viel Platz für Chöre, Orchester, Schulklassen
Software
RSS 2.0