Beitrag von eload24, 29.08.2008, 10:41
Windows Vista: Wie sieht es mit DRM aus?
In den Internet-Foren wird heiß über den DRM-Schutz (Digital Rights Management) von Vista diskutiert. Manche User behaupten sogar, mit Vista lassen sich nicht-lizenzierte Musik- und Video-Daten überhaupt nicht mehr abspielen. So schlimm ist es nicht – alles, was bisher unter Windows XP lief, läuft auch noch unter Vista. Denn in den meisten Files – etwa normalen MP3-Dateien – ist ein DRM-Schutz gar nicht eingebaut.
Anders sieht es bei den kommenden Multimedia-Formaten aus. Bei ihnen greifen zwei neue DRM-Verfahren: PVP-OPM (Protected Video Path – Output Protection Management) für Video-Files und Puma (Protected User Mode Audio) für Audio-Daten.
Um DRM durchzusetzen, überprüft Vista jedes Abspielgerät. Will ein Programm eine Videodatei wiedergeben, öffnet Vista eine spezielle Prozessumgebung, die sich von außen nicht verändern lässt, und checkt alle beteiligten Komponenten auf ihre Integrität. Das System verhindert damit das Auslesen des Arbeitsspeichers und das Kopieren des Films auf ein anderes, nicht lizenziertes Medium. So analysiert es etwa, ob der Treiber der Grafikkarte manipuliert wurde oder sich jemand an der Karte zu schaffen gemacht hat. Erst wenn alle Komponenten ihr Okay anzeigen, gibt Vista grünes Licht zum Abspielen. Das Gleiche gilt für Puma, den DRM-Schutz für Audio-files. Digitale Ausgänge, die nicht zertifiziert sind, schaltet Vista ab.
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