Beitrag von Mirko Müller, 17.04.2008, 06:00
Windows Vista schneller machen: Schneller starten (booten)
Ein schneller Start ist das A und O für einen flotten Rechner. Mit der Zeit scheint Windows Vista aber immer langsamer zu starten. War die Arbeitsoberfläche zu Beginn bereits nach kurzer Zeit auf dem Bildschirm, dauert es nach einigen Monaten bereits viele Minuten. Schuld sind oft Programme, die sich beim Windows-Start automatisch mitstarten. Zum Glück lassen sich die Tempobremsen mit wenig Aufwand “entschärfen”.
Aufräumen im Autostart-Ordner
Wichtigste Ursache für einen langsamen Windows-Start ist ein üppig gefüllter Autostart-Ordner. Hier sind alle Programme aufgeführt, die beim Starten von Windows gleich mitgestartet werden.
Bei näherer Betrachtung zeigt sich jedoch: Der Autostart-Ordner ist ein wahrer digitaler Staubfänger, der den Windows-Start nur unnötig verzögert. Hier nisten sich mit der Zeit viele Programme ein, die sich für so wichtig halten, dass Sie bei jedem Windows-Start mit dabei sein wollen – ob sinnvoll oder nicht.
Prüfen Sie, ob und welche Programme es sich im Autostart-Ordner bequem gemacht haben. Klicken Sie auf die Start-Schaltfläche und anschließend auf “Alle Programme” sowie “Autostart”. Je mehr Programme hier aufgeführt sind, umso langsamer startet Windows. Oft sind hier unnötige Einträge wie “Microsoft Office Schnellstart” oder “Adobe Reader Schnellstart “ vorhanden.
Damit Windows schneller startet, sollten Sie hier ausmisten und alle nicht unbedingt benötigten Programme aus der Autostartliste entfernen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag, und wählen Sie den Befehl “Löschen”. Einzige Ausnahme sind wichtige Programme wie Virenscanner oder Firewalls – diese Programme sollten hier, falls vorhanden, weiterhin eingetragen bleiben.
Geheime Autostartprogramme aufspüren
Der Autostart-Ordner ist nicht der einzige Ort, an dem sich automatisch startende Programme verbergen. Tief in der Registrierdatenbank gibt es weitere Verstecke für Autostartprogramme. Diese lassen sich leicht mit dem Systemkonfigurationsprogramm von Windows aufspüren.
Drücken Sie die Tastenkombination [Windows-Taste]+[R], und geben Sie den Befehl “msconfig” ein. Im Register “Systemstart” sind alle Programme aufgeführt, die sich sowohl über den Autostart-Ordner als auch über die versteckten Registryeinträge automatisch starten. Oft sind hier überflüssige Autostarteinträge für Zusatzprogramme wie “QuickTime”, “RealPlayer”, “Adobe Gamma Loader” oder “Logitech SetPoint” vorhanden. Solche Einträge sind überflüssig, da die jeweiligen Programmteile auch beim Start des Hauptprogramms – etwa von QuickTime – geladen werden können. Ein automatischer Start zusammen mit Windows ist überflüssig.
Um den Startvorgang zu beschleunigen, entfernen Sie bei allen Programmen, die Sie in Zukunft nicht mehr automatisch mitstarten möchten, das Kontrollkästchen. Lediglich wichtige Anwendungen wie Virenscanner oder Firewalls sollten unbedingt aktiviert bleiben, zum Beispiel Windows Defender. Grundsätzlich gilt: Je weniger Programme angekreuzt sind, umso schneller startet Windows.
Wenn Sie Änderungen an der Startkonfiguration vorgenommen haben, erscheint beim nächsten Windows-Start die Meldung “Einige Autostartprogramme wurden geblockt”. Der Grund: Das Systemkonfigurationsprogramm möchte beim nächsten Start eigentlich ein Hinweisfenster einblenden, was Windows Vista jedoch verhindert.
Um die Fehlermeldung zu entfernen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol “Geblockte Autostartprogramme in der Taskleiste” und wählen den Befehl “Geblocktes Programm ausführen Systemkonfigurationsprogramm”. Kreuzen Sie anschließend das Kontrollkästchen Diese Meldung nicht mehr anzeigen an, damit das Hinweisfenster in Zukunft nicht mehr erscheint.
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