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Lebenshilfe


Beitrag von Sigrid Ruth Stephenson, 18.06.2008, 14:01

Wie Kinder ihre Hausaufgaben gut machen – Tipps für effektives Arbeiten mit Spaß

Neben Fernsehzeiten, Höhe des Taschengeldes und Aufräumen des Kinderzimmers ist die Erledigung der Hausaufgaben ein beliebtes Streitthema. Wie so oft, helfen ein wenig Planung und Struktur, ebenso jedoch Einfühlungsvermögen, Verständnis und Toleranz.

Wenn Kinder von der Schule nach Hause kommen, sind sie hungrig, müde, aufgedreht, frustriert – je nachdem, wie der Tag verlaufen ist. Ältere Kinder sollten selbst entscheiden können, wann sie ihre Hausaufgaben machen. Den jüngeren – so sie keine Ganztagsschule besuchen – tun ein paar Regeln gut. Die wichtigste Regel gilt allerdings den Erwachsenen: Nehmen Sie Ihr Kind ernst und machen Sie ihm Mut. Das bedeutet: Das Kind ist die Hauptperson. Es geht in erster Linie um seine Zukunft, nicht um Ihre. Also sollte auch ein kleines Kind zumindest mitentscheiden dürfen, wann, wo und wie es arbeiten möchte. Legen Sie gemeinsam eine Zeit fest und versuchen Sie es damit, sagen wir für eine Woche oder auch für zwei. Danach kann gemeinsam eine Veränderung fixiert werden. So können Kinder sich ausprobieren, ohne ständig nach Lust und Laune Pläne umzuwerfen.

Eine gewisse Beeinflussung von Seiten der Eltern kann sinnvoll sein. Wenn Ihr Sprössling unbedingt noch vor dem Mittagessen alle Aufgaben erledigen will, sich aber wegen des niedrigen Blutzuckerspiegels dann nicht konzentrieren kann, stimmt was nicht. Dasselbe gilt für einen Beginn kurz vorm Schlafengehen, wenn es viel zu müde ist. Dennoch: Jeder Mensch ist anders. Stellt sich heraus, dass Ihr Kind erst nach einer sehr ausgiebigen Spielpause konzentriert und mit Spaß arbeiten kann, ist ein späterer Beginn vollkommen in Ordnung.

Störungen von außen sollten Sie so weit wie möglich ausschalten. Das bedeutet: Handy außer Reichweite, Festnetztelefon leise stellen, Radio und Fernseher laufen nicht. Freunde sollten Arbeitszeiten kennen und respektieren. Tun sie es nicht, werden sie freundlich an der Tür abgewimmelt und auf später vertröstet.

Vor den Hausaufgaben sollte Ihr Kind sich eine Weile an der frischen Luft austoben können. Es musste in der Schule lange genug still sitzen. Das Arbeitszimmer oder die Arbeitsecke sollten aufgeräumt sein (ein leerer Tisch lädt eher zum Arbeiten ein als einer, der mit Papieren und Krimskrams übersäht ist). Wenn die Eltern ihre Kinder gelassen aber bestimmt auch dann zur Arbeit anhalten, wenn sie gerade keine Lust haben, sollte die Sache eigentlich laufen.

Regelmäßiges Lob (also positives Verstärken) ist bei alledem weitaus förderlicher als der ständige Hinweis darauf, dass ein faules Kind später keinen Job kriegt. Ein Kind, das spürt, dass es ernst genommen und geliebt wird, hat die besten Voraussetzungen, etwas aus sich zu machen.

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Tags: Fernsehen | Handy | Hausaufgaben | Job | Kinder | Konsequenz | Regeln | Spielen | Streit | Struktur | Toleranz | Wohlbefinden