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Internet


Beitrag von Mirko Müller, 17.10.2008, 15:23

Wie Firefox mit jeder Suche bei Google, Yahoo, Amazon und ebay bares Geld verdient

3...2...1...meins! eBay

In der Webgemeinde hat der Firefox-Browser einen guten Ruf. Die “Mozilla Foundation” ist eine sogenannte Non-Profit-Organisation, die im Gegensatz zu Microsoft, Apple & Co. nicht die Gewinnmaximierung im Sinne hat, sondern Surfer einfach nur guten kostenlosen Internetprogrammen beglücken möchte. Sind die Firefox-Macher wirklich so uneigennützig? Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass auch hinter der Firefox-Fassade knallharte Geschäftsinteressen stehen.

Mozilla hat alleine im Jahr 2006 knapp 66 Millionen US-Dollar eingenommen – abzüglich aller Kosten blieb ein Gewinn von rund 47 Millionen US-Dollar. Beachtlich für ein Unternehmen, das nur kostenlose Software anbietet. Den Geldsegen verdanken die Firefox-Macher einer cleveren Kooperation mit den Suchmaschinen. Konkreter: dem Suchfeld in der rechten oberen Ecke.

Das Suchfeld empfinden die meisten User als nützlichen Service. In erster Linie dient es jedoch zur Finanzierung der Mozilla-Organisation. Da die Mozilla Foundation als Non-Profit-Organisation keinen Gewinn erzielen darf, wurde 2005 die Mozilla Corporation gegründet. Dort landen die Einnahmen aus der Suchmaschinen-Kooperation.

Die Geldmaschine funktioniert ganz einfach: Jedes Mal, wenn ein Firefox-Nutzer über das Suchfeld eine Suche durchführt – etwa bei der voreingestellten Suchmaschine Google –, verdient die Mozilla Corporation bares Geld. Und zwar immer dann, wenn der Suchende danach auf eine der Werbungen auf der Ergebnisseite klickt. Dafür gibt’s zwar immer nur ein paar Cent. Bei über 100 Millionen Firefox-Nutzer weltweit kommen aber schnell mehrere Millionen US-Dollar pro Jahr zusammen.

Dass bei jeder Suche die Kasse klingelt, können Sie selbst leicht erkennen. Führen Sie über das Suchfeld zum Beispiel eine normale Google-Suche durch, und achten Sie genau auf die Adresszeile der Ergebnisseite. Dort steht am Ende die Zeichenfolge

&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

image

Anhand der Kürzel erkennt Google, von welchem Kunden ("client") die Suchanfrage kommt. Alle nachfolgenden Werbeklicks werden dann automatisch dem jeweiligen Kundenkonto, hier der Mozilla Corporation, gutgeschrieben. Das Ganze funktioniert auch mit den anderen Suchmaschinen des Firefox-Suchfelds. Bei Amazon gibt’s Provision für jeden verkauften Artikel. Die in der Zieladresse versteckten Client-Parameter lauten:

Yahoo - &fr=moz2

Amazon – &tag=firefox-de-2

ebay - _fromZQQ_mdoZ

Entfernen lassen sich die Zusätze übrigens nicht. Wer nicht möchte, dass durch das eigene Suchverhalten der Kontostand der Firefox-Macher erhöht wird, sollte einfach nicht auf die Werbung der Ergebnisseite klicken oder die Shopseiten wie Amazon oder ebay durch die direkte Eingabe der jeweiligen URL aufrufen.

Weiterführende Links:
- Der Geschäftsbericht der Mozilla Foundation und Subsidiary (PDF)

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Themen: E-Mail Abo | Internet | Suchmaschinenmarketing | Suchmaschinenwerbung
Tags: Amazon | Corporation | ebay | Einnahmen | Foundation | Google | Mozilla | Provision | Suchmaschinen | Umsatz | Yahoo



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