Beitrag von flaschenpost.ch, 10.12.2007, 16:17
Wie entsteht Weisswein?
Die Farbstoffe des Rotweins stammen nämlich aus den Traubenhäuten. Da man diese bei der Weissweinbereitung (zumeist) gleich mit dem Abpressen vom Traubenmost trennt, bleibt der Saft auch aus blauen Trauben weiss. Die Weine erhalten dann aber eine spezifische Bezeichnung: „Weissherbst“ in Deutschland oder „Federweisser“ in der Schweiz. (Dazu wird oft auch der „Dôle blanche“ aus dem Wallis gezählt, obschon er eigentlich -wie ein leichter Rosé- ca. sechs Stunden zusammen mit den blauen Häuten seiner Pinot Noir- und Gamay-Trauben gärt und daher seine Lachsfarbe erhält.)
Die Mostgärung -unter Zugabe von Reinzuchthefen- findet im Edelstahl- oder Betontank oder auch im Holzfass bei einer Temperatur von kühlen 15-20°C statt. Sie dauert zwischen zwei und vier Wochen. Dann erfolgt der „Abstich“: Der Wein wird von den Hefen abgezogen, die bei der Gärung gestorben sind und sich am Boden des Tanks abgelagert haben. Und meist auch gefiltert und „geschönt“: Pro hundert Liter Wein wird ein Hühnereiweiss aufgeschlagen und verrührt. Dieses bindet die verbliebenen Trubteile im Wein und sinkt damit zu Boden. Jetzt ist der Wein geklärt und bereit zur Flaschenabfüllung oder zu einem weiteren Ausbau im Holzfass, der ihm zusätzliche Aromen verleiht.
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