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Beitrag von Global Press, 14.08.2009, 18:18

Wie die innere Uhr des Menschen tickt

Der Körper des Menschen ist einem natürlichen Rhythmus unterworfen. Auf Phasen der Aktivität folgen Ruheperioden, damit sich der Organismus regenerieren kann. Indem man möglichst im Takt mit dieser inneren Uhr lebt, kann man seine Leistungsfähigkeit verbessern und die Gesundheit unterstützen. Wie stark die einzelnen Phasen ausgeprägt sind, ist individuell verschieden und kann auch mit der Jahreszeit zusammenhängen. Wenn es im Sommer früher hell wird, kommen viele Menschen leichter aus den Federn als im dunklen Winter. Doch tendenziell gilt bei Erwachsenen ein gewisser Grund-Biorhythmus.

Morgens zwischen sechs und neun Uhr fängt für die meisten Menschen der Tag an. Im Körper laufen nun Prozesse ab, die uns auf das Aufstehen vorbereiten: Blutdruck und Herzschlag steigen, die Konzentration der Schlafhormone nimmt ab und die Verdauungsorgane bereiten sich auf die erste Mahlzeit vor. Diese erwartet der Organismus, denn nach der Nacht ist der Blutzuckerspiegel niedrig.

Ab etwa zehn Uhr bis zum Mittag erlebt der Mensch sein erstes Leistungshoch des Tages. Wer gut gefrühstückt hat, dessen Gehirn ist nun optimal mit Nährstoffen versorgt und kann auf Hochtouren arbeiten. Der Vormittag ist die ideale Zeit für schwierige Aufgaben und Prüfungen.

Nach diesem Hoch folgt eine Phase, in der der Körper eine kurze Verschnaufpause einlegt. Zwischen circa 12 und 14 Uhr setzt bei den meisten Menschen ein Hungergefühl ein. Weil die anschließende Verdauung viel Energie beansprucht, spart der Organismus an anderen Stellen: Das Gehirn ist vorübergehend weniger leistungsfähig, eine leichte Müdigkeit stellt sich ein - der Körper ist im Mittagstief.

Ab etwa 14 Uhr bis 16 oder 17 Uhr folgt das zweite Tageshoch. Das Konzentrieren fällt leichter, auch motorische Tätigkeiten sind nun besser zu absolvieren als während der mittäglichen Regenerationsphase. Manche Menschen erleben zwischendurch einen kleinen “Hänger”, sie sind am Nachmittag kurzzeitig müde. Oftmals hilft eine kleine Pause in Kombination mit einer Tasse Kaffee oder Tee.

Am Abend ab etwa 19 Uhr beginnt der Organismus damit, den Tag ausklingen zu lassen und sich langsam auf die Nachtruhe vorzubereiten. Schlafhormone werden abends freigesetzt, der Blutdruck und der Puls beginnen zu sinken. Die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen der meisten Menschen lassen nach. Es ist sinnvoll, so zeitig ins Bett zugehen, dass der Körper ab etwa 23 Uhr bis 1 Uhr die nötige Erholung im Tiefschlaf erlangen kann. Nach und nach folgen verschiedene Schlafphasen, der Körper fährt die Herzfrequenz und die Temperatur weiter herunter, bis sie zwischen zwei und vier Uhr ihr Minimum erreicht haben. Danach geht es langsam wieder aufwärts, um den Organismus auf den nächsten Tag vorzubereiten.  (Gaby Schulemann-Maier/mp)

mp Düsseldorf - Der Körper des Menschen ist einem natürlichen Rhythmus unterworfen. Auf Phasen der Aktivität folgen Ruheperioden, damit sich der Organismus regenerieren kann. Am besten ist es, im Takt mit seiner inneren Uhr zu leben.

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