Beitrag von Global Press, 18.05.2010, 13:29
Wasserleitungen regelmäßig auf Dichtheit überprüfen lassen
Undichte Abwasserleitungen privater Hausbesitzer bergen ein Schadenspotenzial in Milliardenhöhe. So ergab eine Studie der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA), dass der Zustand der privaten Abwasserleitungen bedenklich sei und die Dunkelziffer der sanierungsbedürftigen Leitungen höher liegen als im öffentlichen Bereich, da sie nicht systematisch kontrolliert werden. Neben dem finanziellen Schaden bergen undichte Abwasserleitungen beim Austritt verunreinigten Wassers Gefahren für Boden, Grundwasser und die Gesundheit der Anwohner.
Die EU-Grundwasserrichtlinie sieht die Überprüfung von Abwasserleitungen privater Hausbesitzer bis spätestens zum 31. Dezember 2015 vor; im Schadensfall muss die Sanierung erfolgen. “Gewiss würden Hausbesitzer auch ohne Prüfpflicht schon im eigenen Interesse schadhafte Abwasserleitungen reparieren lassen”, sagt Rainer de Biasi, Geschäftsführer der Gesellschaft für Technische Überwachung mbH (GTÜ). Doch dann seien die Kosten meist schon recht hoch. Dagegen könnten bei einer Pflichtüberprüfung durch einen professionellen Gutachter bereits kleine Lecks entdeckt und rechtzeitig mit wesentlich geringerem Aufwand behoben werden. So werden beispielsweise Risse in Abwasserleitungen durch eine von innen aufgetragene Harzhaut abgedichtet, ohne dass die Leitung aufgebrochen wird. Die Dichtheitsprüfung erfolgt durch eine optische Inspektion, bei der eine Kanalfernsehkamera die Abwasserleitungen befährt. Je nach Verzweigung der Leitungen liegen die Kosten für eine Dichtheitsüberprüfung zwischen 500 bis 1 000 Euro. (Hilde Nizamoglou/wid)
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Global Press, wid, Hausbesitzer, Wasserleitungen, Dichtheit
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