Beitrag von Pia Helfferich, 25.05.2009, 18:06
Was ist Infodump?
Von Infodump spricht man, wenn der Autor seinen Leser mit Informationen zuschüttet, die erstens in dem Moment nicht notwendig sind, um der Geschichte folgen zu können, und die zweitens völlig statisch daherkommen, so als handele es sich um einen Fachbuchbeitrag und nicht um Prosa. Beim Infodumping handelt es sich um einen typischen Anfängerfehler, der gern zu Beginn des Textes begangen wird. Der Autor befürchtet, seine Leser könnten die Geschichte und ihre fiktionale Welt nicht begreifen und deswegen holt er erst einmal weit aus und füttert er sie mit allen möglichen Erklärungen. Allerdings verjagt man damit Leser, denn nichts ist langweiliger als Erklärungen zu lauschen. Man weiß ja noch nicht mal, warum man das unbedingt wissen soll.
Geschickter ist es, die für das Leseverständnis notwendigen Informationen erst nach und nach in den Text einfließen zu lassen. Wenn sich die Szenerie erst allmählich enthüllt ist das sogar spannender für den Leser. Es ist nicht immer einfach zu entscheiden, was ein Leser unbedingt als erstes wissen muss und was besser erst nachher präsentiert wird, aber das zu entscheiden, ist der Job des Autors.
Außerdem braucht man die Infos dem Leser nicht brutal vor den Latz zu knallen, sondern kann sie in die Handlung einflechten. Man spricht dann von der berühmten Regel „Show don’t tell“, „Zeigen statt behaupten“. Das banalste aller Beispiele: Statt „Sie hatte lange Haare.“ Schreibt man „Sie strich sich die langen Haare aus dem Gesicht.“
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Infodump, schreiben, Einstieg, Anfang, Informationen, Spannung, Langeweile, Leser, Prosa,
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