Beitrag von Global Press, 03.05.2011, 08:57
Ungewollt kinderlos? Was Paare dagegen tun können
Im Wonnemonat Mai erscheinen Verliebte noch ein Stück verliebter und gefühlt steigt auch die Zahl der Neugeborenen. Besonders Paaren, die ungewollt kinderlos sind, geht es oft so, da ihre Aufmerksamkeit in diesem Bereich durch den eigenen Wunsch gesteigert ist. Zudem ist der Anblick eines kleinen Kindes für sie meist bitter-süß; die Frage nach dem Warum? bzw. Warum wir nicht? sitzt bei manchem Betroffenen so tief, dass es lähmend wird.
Dabei kann es vielen Paaren mit Kinderwunsch helfen, wenn sie ein bisschen geplanter vorgehen, beispielweise indem die fruchtbaren Tage der Frau vorwiegend für die Zeugung genutzt werden. Die Methode “Fruchtbare Tage berechnen” und der “Fruchtbarkeitskalender” können zwei wertvolle Hilfsmittel sein. Dabei misst die Frau jeden Morgen vor dem Aufstehen die Körpertemperatur und notiert diese. Zu den vier bis fünf fruchtbaren Tagen, an denen ein Eisprung erfolgt, steigt die Körpertemperatur um wenige Zehntelgrad (0,3- 0,5 Grad Celsius) an. Einfach und sicherer geht die Prognose auch mit einem Eisprungtest (Ovulationstest).
Er ist ebenso einfach anzuwenden wie ein Schwangerschaftstest. Für beide Tests muss Urin in einem Becher aufgefangen und ein Teststreifen für einige Sekunden hinein getaucht oder ein paar Tropfen auf eine Testkassette aufgetragen werden. Nach circa fünf Minuten kann beim Ovulationstest das Ergebnis abgelesen werden. Bei der klassischen Variante verfärbt sich der Teststreifen oder das Testfeld, anhand der Farbe ist das Ergebnis zu erkennen. Bei der digitalen Variante wird das Ergebnis beispielsweise in Form eines lächelnden Gesichtes angezeigt. Dann steht der Eisprung in den nächsten 24 bis 36 Stunden bevor. Und diese fruchtbare Zeit der Frau können Paare mit Kinderwunsch gut nutzen.
Ovulationstestes wie etwa OvuQuick, Loop oder Clearblue sind in der Apotheke erhältlich, kosten zwischen 15 und 30 Euro und enthalten meist mehrere Tests. Die Produkte arbeiten heutzutage sehr genau. Er bietet sich vor allem bei Frauen an, die einen eher unregelmäßigen Zyklus haben. Gleichzeitig kann mit dem Test festgestellt werden, ob überhaupt ein Eisprung erfolgt. Sollte dieser ausbleiben, ist ein Gynäkologe aufzusuchen. Der Facharzt kann die Ursachen für den ausbleibenden Eisprung herausfinden und wohl möglich auch beheben.
Doch zum Kinderzeugen gehören immer noch zwei. Es kann und muss daher nicht immer allein Sache der Frau sein, wenn es mit der Schwangerschaft nicht auf Anhieb klappt. So ungern Männer an ihrer Zeugungsfähigkeit zweifeln lassen, in Erwägung muss diese Möglichkeit gezogen werden. Und auch das vermeintlich starke Geschlecht kann sich mit einem Test im heimischen Badezimmer Gewissheit verschaffen, der in einer Apotheke erstanden werden kann. In diesem Bereich ist die Auswahl nicht so groß wie bei den Eisprungtests, aber man erhält unter anderem mit dem FertiQuick für knapp 50 Euro einen mit mehr als 97 Prozent zuverlässige Kontrollmöglichkeit. Innerhalb von 20 Minuten lässt sich damit feststellen, ob man zeugungsfähig ist. Hierbei reicht allerdings keine Urinprobe, sondern es muss das Ejakulat des Mannes getestet werden. Zwar kann damit nicht unbedingt die eigentliche Ursache für die ungewollte Kinderlosigkeit festgestellt werden, aber wie einige Paare in verschiedenen Blogs im Internet berichten, haben sie eine erste Indikation mit dem Test erhalten und darauf aufbauen können, beispielsweise mit einem Gang zum Urologen. Die meisten der Betroffenen schätzen an diesem Test die Diskretion, da man ihn zuhause durchführen kann. Zudem berichten Einige, dass sie die Erfahrung, dass jeder seinen Test durchführte, einander näher gebracht hat. Die Kommunikation sei dadurch zwangsläufig offener als bisher und das Vertrauen zueinander größer geworden. (Silke Koppers/mp)
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