home   über uns   kontakt   impressum   login   registrieren

Wein


Beitrag von flaschenpost.ch, 01.12.2007, 14:49

Trinktemperaturen von Wein

Süddeutsche Zeitung - wer sie liest sieht mehr!

Die Temperatur hat einen grossen Einfluss auf den Charakter und Genuss eines Weins. Unter 6° Celsius schmeckt selbst ein geschmacksintensiver Süsswein blass und über 20° verdunstet der Alkohol eines Weins, übertönt die flüchtigen Aromastoffe, riecht dann eher brandig und weniger elegant. Daher sollte man Weissweine nicht zu kalt und Rotweine nicht zu warm servieren.

6-10°C: Einfache Weissweine, Rosé-, Schaum- und Süssweine.

10-15°C: Komplexere (meist im Fass ausgebaute) Weissweine aus dem Burgund oder Bordeaux, reife Mosel Rieslinge, Chardonnays aus der Neuen Welt.

12-15°C: Tanninarme, leichtere, jüngere, einfachere Land- oder Rotweine,
Beaujolais.

15-20°C: Komplexe Rotweine (Barolo, Brunello, Rioja, Burgunder, Bordeaux)
Oft werden diese zu warm getrunken. Auf Zimmertemperatur „chambriert“ bedeutete ursprünglich maximal 18° Celsius, nicht 22 oder mehr Grad.

Mit der Temperatur kann man aber auch gewisse Korrekturen des Weins erzielen. Säure und Bitterstoffe wirken umso intensiver, je niedriger die Trinktemperatur ist. Herbe oder tanninreiche Rotweine präsentieren sich weniger spröde, sauer oder bitter, wenn man sie ein wenig mehr temperiert, einfache Süssweine weniger plump und klebrig, wenn man sie kühl(er) serviert. Doch beachte man die Regel: zu kalt = zu sauer/zu bitter und: zu warm = zu süss/zu brandig.

(0) Kommentare | Permalink | Newsletter abonnieren
Themen: E-Mail Abo | Wein
Tags: Alkohol | Säure | Tannin | Trinktemperatur