Beitrag von Sigrid Ruth Stephenson, 02.12.2007, 17:33
Tipps und Strategien gegen Angst und Panikattacken
Immer mehr Menschen sind davon betroffen: Panikattacken. Für die, die diese überbordende Angst einmal erlebt haben, kommt oft die Angst vor der Angst hinzu. Denn – so sind sich die meisten einig – so etwas wollen sie auf keinen Fall noch einmal erleben. Doch wie soll man sich schützen?
Nehmen wir einmal an, Sie haben Angst davor, durch einen langen Tunnel zu fahren. Die Tatsache, dass am Ende eines Tunnels immer Licht ist, hilft Ihnen schon längst nicht mehr weiter. Aber mit einiger Übung sollte es Ihnen gelingen, sich zu konditionieren.
Kennen Sie den Pawlowschen Hund? Der russische Forscher Petrowitsch Pawlow fand bei einem Experiment 1905 heraus, dass die Darbietung von Futter bei Zwingerhunden Speichelfluss auslöste. Er begann, bei jeder Futtergabe eine Glocke ertönen zu lassen. Bald darauf setzte der Speichelfluss beim Klang der Glocke auch ohne Futter ein.
Nutzen Sie dieses Phänomen für sich und entspannen Sie sich. Eine Glocke brauchen Sie dazu nicht, stattdessen Kopfkino. Gibt es einen Ort, der für Sie mit besonders angenehmen Vorstellungen verknüpft ist? Eine Sommerwiese vielleicht, wo Sie mit Ihrer ersten Liebe, auf dem Rücken liegend, in den Himmel sahen? Oder ein tropischer Wasserfall, der so hoch war, dass Sie sich dahinter verstecken konnten und sprühende Tropfen auf Ihrer sonnendurchwärmten Haut spürten? Visualisieren Sie dieses Bild, d. h. stellen Sie es sich so genau wie möglich vor. Beziehen Sie alle Sinne mit ein. Was haben Sie gehört, was gerochen, was gespürt? Verinnerlichen Sie dieses Bild. Sowie der Angstauslöser wieder auftaucht – Tunnel, Spinne, Fahrstuhl, hohe Brücke – stellen Sie sich Ihren Traumort vor (immer denselben, das ist wichtig).
Nach einiger Übung erscheint dieses Bild automatisch vor Ihrem geistigen Auge, sobald der Angstauslöser auftaucht. Irgendwann müssen Sie lächeln. Spätestens dann ist die Angst überwunden.
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