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literatur-und-buecher


Beitrag von Pia Helfferich, 23.07.2008, 16:17

Tipps für den Einsatz der Rückblende

Rückblenden zu verwenden bedeutet, etwas zu erzählen, das sich vor dem eigentlichen Beginn der Handlung ereignet hat. Diese Technik bewirkt also, dass die Geschichte nicht linear erzählt wird. Man kann Rückblenden verwenden, um Informationen zu vermitteln und, bei geschicktem Einsatz, auch um Spannung zu erzeugen.

Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass jede Rückblende den Leser aus dem Erzählgeschehen herausreißt, deswegen sollte man sie selten und mit Bedacht verwenden.

Sie sind nur dann gerechtfertigt, wenn sie etwas dazu beitragen, die aktuelle Handlung zu erhellen.

Ihre Aufgabe besteht zwar darin, Informationen zu vermitteln, doch sollte dies nie plump geschehen, schon gar nicht in einer narrativen Zusammenfassung, die dem Leser die Infos, die er haben soll, als Paket vor die Füße knallt. Besser ist es die Rückblende als eigenständige Szene zu betrachten, sie auch szenisch aufzubauen, mit Dialogen aufgelockert etc.

Dann steht man direkt vor dem nächsten Problem: den Zeiten. Geradezu als Lesestopper wirkt die ständige Verwendung der vollendeten Vergangenheit mit ihrer permanenten Wiederholung des Wortes „hatte“. Um diese Falle zu umgehen, kann man zu Beginn der Rückblende eine Zeitstufe zurückgehen von der Zeit, die in der Geschichte sonst verwendet wird. Das ist das Signal an die Leser, das eine Rückblende beginnt. Indem man daran anschließend in die Rückblende eintaucht, kehrt man wieder zu der in der Erzählung üblichen Zeitform zurück. So liest es sich flüssiger.

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Themen: E-Mail Abo | Literatur und Bücher | Kreatives Schreiben
Tags: | Erzähltechnik | kreatives Schreiben | Literatur | Rückblende | schreiben | Vergangenheit | Zeitform