Beitrag von Pia Helfferich, 12.08.2008, 15:53
Schneller schreiben mit System
„Ich komme nicht weiter. Ich stecke fest. Ich werde nie fertig.“ Wer das schon einmal gedacht hat, der braucht ein System. Manche Autoren schwören darauf, sich ohne jeden Plan hinzusetzen und draufloszuschreiben. Dazu kann man nur sagen: Es ist gut, solange es dauert. Zeitsparender ist es jedoch allemal planvoll vorzugehen.
Egal, ob man eine Kurzgeschichte, einen Artikel oder eine Dissertation schreiben möchte, die Idee, dahinter sollte dem Autor von Anfang an so klar wie möglich sein. Für Klarheit sorgen können Methoden wie das Cluster, Mindmapping oder auch der Versuch, jemandem, der keine Ahnung hat, das Thema zu schildern. Der nächste Schritt besteht darin, den Kern des Textes in einem Satz zu formulieren. Betonung auf einen.
Was man gerade zusammengefasst hat, wird nun auseinandergebrochen. Man teilt das Thema auf, in seine einzelnen Abschnitte, seien das nun Handlungsschritte, Kapitel oder was auch immer, sodass man das Gerüst des Textes vor sich hat. Für jeden einzelnen Abschnitt notiert man nun fünf Unterpunkte, in der Reihenfolge, wie sie abgehandelt werden sollen. Falls es sich bei den ersten Abschnitten um lange Kapitel handelte, kann man auch weitere Unterteilungen vornehmen.
Hat man das Gerüst mit den Unterpunkten vor sich, braucht man sie nur noch abzuarbeiten und bleibt nicht mehr in der Arbeit stecken. Angst davor, dass es sich nun um eine unkreative Arbeit handeln würde, braucht man nicht zu haben, da Kreativität sich an konkreten Aufgaben entfaltet, was das Ausformulieren eines Unterpunktes durchaus ist.
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