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Internet


Beitrag von Mirko Müller, 21.08.2008, 09:12

Rechtliche Fallstricke bei Blogs, Wikis und Homepages

Blogs werden immer beliebter. Kein Wunder, schließlich dauert es bei Anbietern wie Blogger.com (http://www.blogger.com) nur wenige Minuten, bis der eigene Blog eingerichtet und die ersten Blogbeiträge online im Netz stehen. Doch aufgepasst. Die neue Freiheit, im Web über Alles und Jeden zu berichten ist kein Freibrief, der alles erlaubt, was möglich ist.

Wenn Sie Texte und Fotos auf der eigenen Webseite veröffentlichen, müssen sich an die Spielregeln, sprich die Gesetze halten. Sonst drohen kostspielige Abmahnungen oder Schadensersatzklagen. Mit welchen Kosten dann zu rechnen ist und welche Fälle in der Vergangenheit bereits geahndet wurden, wird zum Beispiel sehr ausführlich auf der Webseite http://www.rettet-das-internet.de dargestellt. Pro Abmahnung sind nicht selten über 1.000 Euro fällig.

Um kein Risiko einzugehen, sollten Sie beim Schreiben eigener Blog-beiträge folgende Spielregeln beachten:

- Keine fremden Inhalte
Verwenden Sie auf der eigenen Webseite keine fremden Inhalte. Das gilt sowohl für Texte als auch für Bilder. Bei fremden Fotos, Grafiken, Animationen oder auch Ausschnitten von Stadtplänen müssen Sie zuvor die Zustimmung des Urhebers - im Idealfall schriftlich - einholen. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf fremdes Material.

- Eigene Texte und Bilder
Auch bei selbst verfassten Texten und eigenen Digitalfotos müssen Sie auf-passen. Verboten sind zum Beispiel rassistische und gewaltverherrlichende Texte oder pornografische Fotos. Bei selbst geschossenen Bildern sollten Sie zudem darauf achten, dass die Persönlichkeitsrechte der abgelichteten Personen gewahrt bleibt.

- Markenbezeichnungen
Kritisch ist die Verwendung geschützter Markennamen, insbesondere wenn Sie mit Ihrem Blog Geld verdienen möchten und ihn kommerziell betreiben. Spätestens dann dürfen Sie geschützte Markennamen nicht zur Werbung für andere Produkte verwenden, etwa in der Form Tolle Uhr im Cartier-Look. Im Zweifelsfall lohnt eine Recherche beim Deutschen Patent- und Markenamts auf der Webseite https://dpinfo.dpma.de/.

- Pflichtangaben im Impressum
Besonders streng sind die Vorgaben für das Impressum des Blogs, insbesondere bei kommerziellen Blogs. Aber auch private Blogs sollten über ein Impressum verfügen, um keine Abmahnungen zu riskieren. Ins Impressum gehören mindestens Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.

Wenn Sie Ihren Blog gewerblich nutzen - dazu reicht schon die Einbindung eines Partnerprogramms oder von Google Adsense-Werbung - besteht der Gesetzgeber auf jede Menge weitere Pflichtangaben. Ausführliche Informationen hierzu gibt’s auf der Webseite http://www.anbieterkennung.de.

Um die rechtlichen Risiken zu minimieren, können Sie zusätzlich Haftungsausschlussklausen - auch Disclaimer genannt - mit aufnehmen. Unter Juristen sind solche Haftungsausschlüsse aber umstritten. Auf der Webseite http://www.e-recht24.de/muster-disclaimer.htm finden Sie fertige Vorlagen für Disclaimer.

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Themen: E-Mail Abo | Internet | Onlinerecht
Tags: Abmahnung | Abmahnungen | Blog | Bloggen | Blogger | Blogs | Fremde Inhalte | Homepage | Impressum | Markenrecht | Recht | Veröffentlichen

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