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Geld und Finanzen


Beitrag von Global Press, 05.10.2010, 10:00

Plagegeistern im Garten natürlich bekämpfen

Schädliche Insekten wie die Weiße Fliege oder Trauermücken sowie Plagegeister wie Schnecken und Käfer im Garten lieben milde Winter. Doch sollten Hobby-Gärtner den ungebetenen Gästen nur im Notfall mit der chemischen Keule zu Leibe rücken. Denn diese Schädlingsbekämpfungsmittel töten auch Nützlinge wie Igel oder Maulwurf, beeinträchtigen unter Umständen Obst und Gemüse und können zudem Haustiere gefährden.

Alte Hausmittel gehen schonender gegen unerwünschte Gartenbewohner vor. Rechtzeitig angewandt, haben sie Aussicht auf Erfolg. Im Kampf gegen die unbeliebten Insekten hat sich die Anziehungskraft verschiedener Farben bewährt. Mit Hilfe von gelb angestrichenen und mit Wasser gefüllten Schalen oder gelben Leimtafeln kann bei einigen Blattlausarten die Lockwirkung der natürlichen Pflanzen übertroffen werden. Die Schädlinge gehen in die Falle, ertrinken im Wasser oder kleben an den Tafeln fest.

Soll die Weiße Fliege ausgemerzt werden, müssen die gelben Klebefallen an den Pflanzen befestigt werden. Denn dadurch kommt es zu einer regelmäßigen Bewegung und die Tiere lassen sich täuschen und in die Falle locken. Trauermücken können mit blauen Leimtafeln dingfest gemacht werden. Sie reagieren zudem auf gelbe Wasserbehälter. Kirschfruchtfliegen gehen gelben Tafeln “auf den Leim”, Sägewespen fühlen sich von weißen Leimtafeln angezogen. In von vielen Kleinvögeln bewohnten Gärten ist mit Klebfallen jedoch Vorsicht geboten, denn die Gefiederten können sich darin verfangen und ihr Gefieder stark schädigen. Gegen Schnecken helfen Netze und Vliese, die auf die Pflanzen gelegt und seitlich durch Anhäufen von Erde abgedichtet werden. Klein gestückelte Eierschalen halten sie ebenfalls von den Beeten fern, da sich die Tiere an den Schalen den Leib verletzen.

Um Nützlinge wie Igel, Maulwurf oder Marienkäfer anzulocken, muss allerdings vom allzu aufgeräumten Garten Abschied genommen werden. Erst eine natürliche “Unordnung” zieht die Tiere an. So brauchen Igel und Kröten einen Unterschlupf in Form von Reisig- und Laubhaufen. Zudem halten sie sich gern unter dichten Hecken auf, wo sie niemand stört. Sie gehen ebenso wie Spitzmaus, Maulwurf und Mauswiesel auf die Jagd nach Insekten und Schnecken.

Vögel sammeln während der Aufzucht ihrer Jungen große Mengen an Raupen, Würmern, Fliegen und anderen Insekten, um die hungrigen Schnäbel im Nest zu stopfen. Sie fühlen sich in Gärten wohl, in denen sie sowohl Nistmöglichkeiten als auch eine flache Wasserstelle zum Baden und Trinken vorfinden. Die Ansprüche ans Nest sind unterschiedlich. Die einen beziehen gern Nistkästen, die anderen brüten in Bodennähe in möglichst undurchdringlichen Hecken.

Vor Laufkäfern und Spinnen sollte der Öko-Gärtner nicht zurückschrecken, denn sie spielen als Insektenvertilger eine wichtige Rolle. Beide Tiergruppen leben gern an Trockenmauern oder in Steinansammlungen. Auf Blattläuse sind Marienkäfer und Ohrwürmer spezialisiert. Zusammen sind die beiden besonders nützlich, denn der Marienkäfer jagt tagsüber, der Ohrenkneifer nachts. Ein umgestülpter, mit Holzwolle gefüllter Tontopf in der Nähe von Blattlaus-gefährdeten Pflanzen aufgestellt, erspart dem Gärtner das Blattlausgift.  (Hilde Nizamoglou/wid)

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Global Press, wid, Verbraucher, Garten, Schädlinge, Nützlinge, Bekämpfung



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