Beitrag von Global Press, 29.04.2009, 16:31
Online-Rollenspiele verändern die Gesellschaft
Menschen verbringen ihre Freizeit zunehmend am Computer. Einer der Gründe dafür sind Online-Rollenspiele. Wie sich diese auf die Gesellschaft auswirken, erforscht nun ein neuer Arbeitskreis der Soziologen an der Universität Duisburg-Essen. Die Experten möchten zum Beispiel herausfinden, wie soziale Kontakte gepflegt werden - ob direkt oder hauptsächlich über ein Computer-Spiel.
Bei Online-Rollenspielen treten die Gamer meist nicht allein an, sondern schließen sich mit anderen Spielern zu Gruppen zusammen. Untereinander koordinieren sie das weitere Vorgehen in der virtuellen Welt und es bilden sich Hierarchien. Diesen Gruppenstrukturen soll auf den Grund gegangen werden, indem die Gemeinschaften, die sogenannten Clans, analysiert werden. Darüber hinaus will der Arbeitskreis “Digital-Game & -Gaming Forschung” unter anderem in Erfahrung bringen, ob durch die Spiele generell eine eher technikzentrierte Lebensführung entsteht. Beim Sammeln ihrer Erkenntnisse gehen die Wissenschaftler möglichst wertneutral an die Sache heran. Sie sehen in der sozialen Interaktion über ein PC-Spiel eine neuartige Form “sozialer Wirklichkeit”. (Gaby Schulemann-Maier/cid)
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