Beitrag von Sigrid Ruth Stephenson, 07.10.2008, 15:58
Nackte Menschen im Vigeland-Museum in Oslo: Skulpturen und Zeichnungen im Atelier eines Genies
Völlig unumstritten ist seine Kunst nicht. Gustav Vigeland (1869 – 1943) hatte in einem wahren Schaffensrausch in Holzschnitten, Zeichnungen und Skulpturen nackte Menschen in allen Daseinsstufen dargestellt – vom Kind im Mutterleib bis zum Greis. Manche Betrachter fühlen sich unangenehm berührt und an die Nazi-Ideologie erinnert. Andere sind einfach nur begeistert von der genauen Beobachtungsgabe des Meisters.
Wer den Vigeland-Park besucht, sollte sich das Museum nicht entgehen lassen. Das große Backsteingebäude befindet sich außerhalb des eigentlichen Parks, an dessen Südrand gelegen. Es beherbergt eine Sammlung von 1650 Plastiken, rund 3.700 Holzschnitten und circa 11.000 Zeichnungen. Viele Skulpturen, die man im Park zu sehen kriegt, finden sich in den ehemaligen Arbeitsräumen des Künstlers als Gipsmodelle wieder. Einige davon sind so klein, dass sie einen völlig anderen Überblick gewähren als die Original-Kunstwerke.
Vom 1. April bis zum 30. September kostet der Eintritt 45 Kronen, im Winterhalbjahr kommt man gratis hinein.
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