Beitrag von Global Press, 10.08.2009, 18:46
Mundgeruch wirksam bekämpfen
Mundgeruch kann mit einer soliden Mundhygiene gut beseitigt werden. Häufig liegt die Ursache für den übel riechenden Atem (Halitosis) in Keimen in der Mundhöhle, die flüchtige Schwefelverbindungen hervorrufen. Sie entstehen, wenn bestimmte Keime organische Substanzen etwa aus Speichel und Nahrungsresten abbauen. Diese Keime können sich in Zahnzwischenräumen, Zahnfleischtaschen und überstehenden Rändern von Zahnfüllungen befinden. In vielen Fällen spielen auch Beläge auf dem Zungenrücken eine wichtige Rolle. Verminderter Speichelfluss, Rauchen, Atmung durch den Mund, Schnarchen, Stress und Fastenperioden wirken begünstigend.
Wer unter Mundgeruch leidet, sollte sich eine sorgfältige, tägliche Zahnpflege aneignen. Zusätzlich zum Zähneputzen zweimal am Tag und der Benutzung von Zahnseide, können auch Mundspüllösungen bei der Geruchbekämpfung helfen. Diese können die mechanische Zahnreinigung ergänzen, aber nicht ersetzen. Ebenso ist der Zungenbelag zu entfernen. Dafür gibt es spezielle Zungenreiniger; ein Abbürsten der Zunge mit der Zahnbürste beim morgendlichen Zähneputzen hilft aber ebenso. Allerdings ist anschließend die Zahnbürste gut zu reinigen, damit sich die Keime nicht zwischen den Borsten einnisten. Zur Reinigung eignet sich beispielsweise Apfelessig, in die die Bürste für einige Zeit getaucht wird. Verschwindet der Mundgeruch durch die konsequente Zahnpflege nicht, ist ein Zahnarzt aufzusuchen.
Um unterwegs Mundgeruch vorzubeugen, soll das Lutschen von Pflegepastillen helfen. Diese Minzbonbons führen zu einer Bakterienreduktion auf der Zunge und im Mund, und tragen so zur Vorbeugung von Mundgeruch und Zahnfleischentzündungen bei. Ein weiterer Vorteil: Das Lutschen der Pastillen stimuliert den Speichelfluss, wodurch zahnschädigende Säuren im Mund neutralisiert werden. Somit haben sie die gleiche kariesvorbeugende Wirkung wie zuckerfreie Zahnpflegekaugummis.
Daher hilft es auch, viel Wasser zu trinken, denn ein trockener Mund kann eine Ursache für Mundgeruch sein. Davon sind besonders Ältere oder Schnarcher betroffen. Ferner können Stress oder zu viel Alkohol zu einem verminderten Speichelfluss führen. Verschiedene Medikamente wie Antidepressiva können ebenfalls Mundtrockenheit und damit Mundgeruch auslösen. Er kann laut des Bundesverbandes Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zudem eine Folge anderer Gesundheitsstörungen wie zum Beispiel Diabetes oder Lebererkrankungen sein. Anders als oft angenommen, sind Magenerkrankungen keine häufige Ursache für schlechten Atem. Normalerweise ist der Magen, außer beim Aufstoßen, dicht verschlossen. (Silke Koppers/mp)
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