Beitrag von eload24, 12.05.2009, 13:09
Mit Gemüse heilen: Tomate
Kultiviert wurde das Nachtschattengewächs in Südamerika, wo es in Mexiko den Azteken auch als Heilpflanze diente. Den Anbau der Tomate in unseren Breiten verdanken wir den spanischen Eroberern, die sie mit der Kartoffel nach Europa gebracht haben.
Die Tomate ist ein frostempfindliches, krautiges, bis 1,50 m hohes Nachtschattengewächs mit mehr oder weniger stark mit Drüsenhaaren besetzten Stängeln und Blättern. Diese verleihen der Pflanze den arteigenen Geruch. An den mehr oder weniger stark verzweigten Stängeln hängen in Trauben gelbe Blüten und die Früchte. Die vielen Tomatensorten unterscheiden sich in Form, Größe und Gewicht der Früchte ganz erheblich voneinander.
Tomaten enthalten Vitamin A, B1, B2, B6, C, E, K, Biotin, Folsäure, Niacin, Pantothensäure, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium,, Phosphor, Eisen, Kupfer, Zink, Kobalt, Nickel, Molybdän, Mangan, Selen, pflanzliche Hormone, Fruchtsäuren, ätherische Öle und Oxalsäure. Heilwirkung: Tomaten aktivieren den Stoffwechsel, entwässern, stimulieren die Sekretion der Verdauungsdrüsen und fördern die Darmperistaltik. Sie reinigen das Verdauungssystem und haben eine antibakterielle Wirkung. Tomaten zeigen eine krampflösende Komponente im Magen- und Darmbereich, unterstützen die Funktion von Leber und Galle sowie die Blutbildung.
Der Tomate wird neben dem Schutz vor koronaren Herzerkrankungen und Arteriosklerose auch eine krebspräventive Wirkung nachgesagt. Ursache dafür ist die Substanz Lycopin, ein Carotinoid mit antioxidativen Eigenschaften. Dieser sekundäre Pflanzenstoff soll die Zellmembranen schützen und nach neuesten Untersuchungen die Veränderung vorgeschädigter Zellen in Krebszellen verhindern. Interessant ist, dass Lycopin aus Tomatenpüree oder Tomatensaft um ein mehrfaches höher aufgenommen wird als aus frischen Tomaten. Das ist kein Paradoxon, sondern dadurch erklärbar, dass sich das relativ hitzebeständige Lycopin erst bei höheren Temperaturen voll entfaltet und dann vom Körper wesentlich besser resorbiert werden kann. Verarbeitung: Tomaten gut waschen. Bei importierter Ware am besten die Haut abziehen (vorher heiß überbrühen), da diese meist stark mit chemischen Gift- und Schadstoffen belastet ist.
Tomaten können Sie nach Belieben zu Gemüse, Rohkost, Salat etc. verarbeiten.
Unreife, grüne Tomaten sollten übrigens in rohem bzw. unverarbeiteten Zustand nicht verzehrt werden, da sie das giftige Alkaloid Solanin enthalten. Dieses kann Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenschleimhautentzündungen oder Krämpfe hervorrufen. An Nierensteinerkrankungen und Gicht leidende Personen sollten Tomaten aufgrund der enthaltenen Oxalsäure nur gelegentlich und in kleinen Mengen essen.
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