Beitrag von Mirko Müller, 01.04.2008, 10:36
Mit Bordmitteln die Geschwindigkeit von Windows Vista messen
Wie schnell ist mein Rechner wirklich? Die Frage nach dem Arbeitstempo zu beantworten, ist gar nicht so einfach - schließlich ist die Rechnergeschwindigkeit meist ein subjektives Empfinden. Erst wenn man mit einem anderen Computer, etwa bei Freunden oder auf dem Arbeitsplatz gearbeitet hat, kommt die Erkenntnis: Der eigene Computer ist ja viel langsamer.
Besitzer von Windows Vista können die Frage nach dem Arbeitstempo des eigenen Rechners ganz einfach beantworten. Vista ist mit einem eigenen Geschwindigkeitsmesser, der sogenannten Leistungsindexbewertung ausgestattet. Damit können Sie für alle wichtigen Disziplinen wie Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafik und Festplatte objektive Leistungswerte ermitteln.
Die Leistungsmessung finden Sie in der “Systemsteuerung” (Start > Systemsteuerung) im Bereich “System und Wartung” sowie “Leistungsinformationen und –tools”. Für jede Komponente listet Vista hier die Bewertung in Form von Punkten auf. Dabei gilt: Je höher die Leistungszahl, desto besser ist die jeweilige Hardwarekomponenten.
Wichtig: Die Gesamtpunktzahl ist nicht der Durschnitt der Teilergebnisse, sondern ergibt sich aus der niedrigsten Teilnote. Eine langsame Festplatte – etwa in einem Notebook – kann damit die Gesamtbewertung nach unten reißen.
Schnelle Computer haben Bewertungen von 5,0 und höher. Für Büroanwendungen reicht die Note 2,0 vollkommen aus, für die Aero-Oberfläche brauchen Sie eine 3,0 und bei Spielen sollte die Leistungszahl schon deutlich über 4 liegen.
Sobald Sie eine neue Hardwarekomponenten einbauen, etwa eine neue Grafikkarte, sollten Sie die Leistungsmessung wiederholen. Klicken Sie hierzu auf die Schaltfläche “Aktualisieren”. Windows nimmt daraufhin den Computer erneut unter die Lupe und passt die Werte der neuen Hardwareumgebung an.
Der Speedtest der Profis
Übrigens: Profis geben nur wenig auf die Leistungsmessung von Windows Vista. Zu ungenau, wenig aussagekräftig und leicht manipulierbar lautet die Kritik. Zu Recht, schließlich lässt sich der Vista-Benchmark spielend leicht manipulieren. Profis setzen daher zur Geschwindigkeitsmessung alternative Benchmarkprogramme ein. Bei Spielern besonders beliebt ist 3DMark oder PCMark von Futuremark (www.futuremark.com). Die Profitools bieten einen tiefen Einblick in die tatsächliche Leistungsfähigkeit Ihres Computers. Die Analyse des eigenen PCs dauert zwar einige Minuten, dafür erhalten Sie umfassende Informationen über den eigenen Computer. Sehr pfiffig: Bei den Profitools können Sie Ihre Werte in eine weltweite Datenbank eintragen und Ihr System weltweit mit Computern anderer Benutzer vergleichen.
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