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Lebenshilfe


Beitrag von Sigrid Ruth Stephenson, 16.03.2008, 10:42

Mehr Energie durch Entrümpeln vorm Frühjahrsputz

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Es gibt Zeiten, in denen der Wunsch, Ordnung in die eigene Umgebung zu bringen, besonders stark ausgeprägt ist. Die Tage vor Weihnachten gehören dazu, aber auch das Frühjahr. Entschlossen schüttelt man den Winterschlaf ab und legt los. Der grüne Daumen juckt. Hier werden die Gartenbeete schon mal ein wenig gelockert, dort das erste Unkraut gerupft. Man schneidet ein paar Osterglocken für die Vase und macht – zaghaft, weil die Frustrationstoleranz noch relativ hoch ist – einige Maulwurfhügel platt. Dann kommt ein kritischer Gang durchs Haus. Die Sonne scheint. Man sieht jede Regenspur auf den Fensterscheiben und jedes Staubkorn auf den Möbeln. Schrecklich! Schrecklich? Na ja, man hat schließlich die Wahl:

1. Man zieht die Schuhe an und macht einen ausgiebigen Frühlingsspaziergang. Anschließend wirft man sich mit einem Buch in den Lieblingssessel und genießt das Leben. Blickrichtung: weg von den Fensterscheiben.

2. Man legt einen Walzer auf, betrachtet lächelnd den im Sonnenlicht tanzenden Staub und entscheidet sich, in diesem Frühling einfach nicht zu putzen. Zumindest nicht mehr als sonst.

3. Man streift die Gummihandschuhe über, schnappt sich den Eimer und rödelt den ganzen Tag wild darauf los. Abends fällt man todmüde, aber – vorübergehend – befriedigt ins Bett.

4. Weil man mit den Jahren klüger geworden ist, durchschreitet man heiter Raum um Raum, räumt alles in die Schränke oder den Wäschekorb, was unnütz herum liegt, wirft weg, was immer entbehrlich erscheint. Danach macht man “Köllschen Wisch”, d. h. man putzt schnell und ruhig mit runden Ecken.

5. Wenn man nichts wegwerfen kann (hat ja schließlich Geld gekostet), findet man anderswo dankbare Abnehmer für viele noch brauchbare Dinge:
Nachbarn mit kleinen Kindern, die Radios und andere Dinge auseinandernehmen
Kinder- und Jugendeinrichtungen
Arbeitslosentreffs
Asylbewerberheime
Kleiderkammern der Diakonie
Sozial-Kaufhäuser (dort werden evtl. auch nicht mehr so schöne Sachen aufgearbeitet und erstrahlen anschließend in neuem Glanz)

Wenn man so alle Zimmer durchforstet hat, wird sich das inspirierende Gefühl ausbreiten, Sinnvolles getan haben – für sich selbst und für andere. Dann einmal kräftig durchatmen. Der Frühling kann kommen!

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Themen: E-Mail Abo | Lebenshilfe | Ordnung und Struktur
Tags: Energie | Entrümpeln | Frühjahrsputz | Gutes tun | Kleiderkammer | Ordnung | Weihnachten



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