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Management


Beitrag von Thomas v. Buelow, lic. oec. HSG, 02.01.2008, 13:03

Die richtige Liquiditätsplanung

Kein Unternehmen geht pleite, weil es keine Produkte verkauft oder zu hohe (Mindest-)löhne zahlt. Nur Mangel an Geld, die sogenannte Zahlungsunfähigkeit oder Illiquidität, ist der einzige zwingende Grund Insolvenz anzumelden. Es gibt Unternehmen, die seit Jahren keinen Gewinn erzielen, aber immer noch existieren. Paradox: Hochprofitable Unternehmen können in ernste Schwierigkeiten kommen, wenn sie ihre Rechnungen nicht bezahlen.

Wer einmal ein Unternehmen ohne Eigenkapital gestartet hat weiß, dass das nur funktioniert, wenn die Liquidität kontinuierlich kontrolliert wird. Unbedingte Voraussetzung ist deshalb, nicht nur einmal im Jahr oder im Monat sich mit der Liquidität zu beschäftigten, sondern kontinuierlich die Kontenstände zu verfolgen und die erwarteten Zuflüsse und Abflüsse festzustellen. 

Ein drohender Liquiditätsengpass wird so rechtzeitig erkannt. Folgenden Maßnahmen können helfen, den Engpass zu vermeiden:
- Investitionen verschieben
- Sale and Lease Back
- Zahlungsaufschub mit den Lieferanten vereinbaren
- Erweitern der Kreditlinien bei den Banken
- kurzfristigen Lohnverzicht mit den Mitarbeitern vereinbaren
- Eigenkapitalbasis vergrößern: Mitarbeiterbeteiligung, Kapitalerhöhung, Mezzaninfinanzierung

Diese Maßnahmen dürfen nur als kurzfristige Maßnahmen angesehen werden. Sie dienen dazu, den nötigen zeitlichen Freiraum für nachhaltige Verbesserungen zu schaffen.

Eigentlich erstaunlich, dass es einerseits eine gesetzliche Verpflichtung zur ordnungsgemässen Buchführung gibt und die Bewertung von Forderungen und Assets, andererseits aber keine Gesetze, die sich um eine Liquiditätsführung kümmern.

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Themen: E-Mail Abo | Management
Tags: Controlling | Finanzierung | Insolvenz | Konkurs | Planung | Rating | Strategie



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