Beitrag von Jörg Schieb, 05.05.2008, 09:55
Krimineller Zeichenkurs: Das Phantom auf dem Sofa
Sie kommen in vielen Krimis vor, die Fahndungsfotos mit den Gesichtern von unbekannten Tatverdächtigen. Doch wie entstehen eigentlich solche Phantombilder? Die Kripo hat dafür eigene Experten. Allerdings haben sich die Methoden der Verbrecherjagd längst geändert. Heute greifen die Fahndungsfachleute von Scotland Yard, FBI & Co nicht mehr am Tatort zum Zeichenstift. Um die Gesichter von Verdächtigen nachzubauen, benutzen sie im Polizeipräsidium einen Computer mit Spezial-Software.
Das können Sie jetzt auch: Hierzu gibt es im Web einen Phantombild-Baukasten. Unter http://www.springhin.de/face startet Ultimate Flash Face, sozusagen ein interaktives Zeichenbrett für gesuchte Gesichter. Damit lässt sich alles per Mausklick bestimmen, ob Kopf- oder Gesichtsform, Haare, Augen, Nase und ob der Gesuchte eine Brille trägt. Auch Wangenknochen, Mund und Bart können mit dem Mauscursor variiert werden. Die fertigen Bilder kann man speichern – oder als persönliches Fahndungsplakat ausdrucken.
Und wie sich das für einen interaktiven Web-Dienst gehört, kann man natürlich auch sehen, welche Gesichter andere Besucher von Ultimate Flash Face schon gebaut haben – in der Galerie, die sich mühelos durchsuchen lässt.
Welchen Sinn diese Webseite macht? Eigentlich keinen ernsthaft erkennbaren. Aber es kann einfach Spaß machen, sich mal mit dem Konterfei von Kumpel Klaus oder Onkel Ortwin den Phantom-Spaß zu geben. Und wer’s auf die Spitze treiben will, schreibt die Schwiegermutter im Familienkreis zur Fahndung aus. Mögliche Beschriftung: Wanted – Das Phantom auf dem Sofa.
Virtueller Phantombildzeichner:
http://www.springhin.de/face
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