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Beitrag von Pia Helfferich, 28.03.2010, 13:01

Kinotipp: Ajami - Film über das Leben in Israel

Ajami ist ein Stadtteil im Süden von Tel Aviv. Hier lebt der siebzehnjährige Omar, der ohne jegliches Zutun in eine Familienfehde hineingezogen wird und sein Leben nur retten kann, wenn er es schafft, eine hohe Summe Geld zu zahlen. Auch sein Freund Malik braucht Geld, denn seine Mutter benötigt eine teure Operation. Doch Malik arbeitet nur als Illegaler in einem Restaurant und hat keine Chance, an so viel Geld zu kommen. Ihren einzigen Ausweg sehen Omar und Malik in einem riskanten Drogendeal.

Doch die beiden sind nur zwei Figuren aus einem ganzen Bündel, deren Leben in „Ajami“ erzählt wird. Das jüdisch-arabische Regieduo Yaron Shani und Scandar Copti hat einen Film in fünf Akten geschaffen, in dem zunächst unabhängig voneinander die Geschichten der verschiedenen Figuren angestoßen werden, was den Zuschauer zunächst etwas verwirrt – und das ist durchaus beabsichtigt. Erst im letzten Kapitel fügen sich die Einzelteile zusammen. Der Film, der überwiegend mit Laienschauspielern gedreht wurde, gewährt einen eindringlichen Einblick in das israelitische Alltagsleben, wie es sich für viele Menschen darstellt. Das, was man abstrakt als „das Zusammenleben der Religionen“ bezeichnen kann, wird am Schicksal einzelner Figuren lebendig gemacht.

Ajami
D/ISR 2009 120 Min.

Regie: Yaron Shani, Scandar Copti
Hauptdarsteller: Shahir Kabaha, Ibrahim Frege, Fouad Habash
Altersfreigabe: ab 16

Hier gehts zum Trailer.

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Themen: E-Mail Abo | Unterhaltung | Kino und Filme
Tags: | Ajami | Film | Israel | Kino | Tel Aviv | Thriller

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