home   über uns   kontakt   impressum   login   registrieren

dpa


Beitrag von Sigrid Ruth Stephenson, 16.08.2008, 18:17

Kindererziehung: Konsequent Regeln setzen und Nerven bewahren

MacBook Air Gewinnspiel

Perfekte Kinder gibt es nicht, auch keine perfekten Mütter. In der Werbung werden sie uns aber vorgeführt, diese Bilderbuch-Hausfrauen und Supermütter, die alles mit Links schaffen und selbstverständlich mit strahlendem Lächeln. Im Alltag sieht vieles aber anders aus: Da quengeln Kinder, wollen nicht schlafen, sind nicht zu beruhigen, streiten. Manche beißen und schlagen oder werfen wütend, und offenbar mit Spaß, Mamas schönste Kaffeetasse kaputt. Da könnte man doch glatt … Na ja, selbst Klapse sollte man sich schließlich verkneifen. Aber die Nerven liegen eindeutig blank.

Wer aus dem Teufelskreis heraus will, sollte zunächst einmal Fünferlei tun:

1. durchatmen
2. Abstand nehmen
3. nachdenken
4. entspannen
5. lachen, na ja, zumindest ein wenig lächeln

Humor ist gut für strapazierte Nerven! Das ist die erste gute Nachricht. Die zweite: Die anderen Kinder sind auch nicht besser, zumindest die meisten nicht. Nehmen Sie einfach Abschied von festen Vorstellungen, wie Ihr Kind sein „sollte“. Es ist ein Einzelstück, ein wunderbares Individuum. Nicht immer ist dieses Prachtwesen so, wie Ihre Nerven und Ihre Zeitplanung es gern hätten.

Ihr Kind muss nicht genauso früh sprechen können wie das gleichaltrige Kind der Nachbarin. Schon gar nicht früher. Dasselbe gilt fürs Laufen und Trockenwerden. Ihr Kind hat ein Recht darauf, seinen eigenen Rhythmus zu finden. Kleine Kinder können noch nicht ermessen, ob es gut oder böse ist, wenn man boxt oder zu tritt. Aber sie probieren sich aus, und das ist wichtig. Es gehört zu ihrer Entwicklung.

Was schon immer galt, gilt in der Kindererziehung weiterhin: Ihr Kind braucht (bedingungslose) Liebe. Und Ihr gutes Beispiel, um sich zu orientieren und sich angenommen zu fühlen.

Bedenken Sie: Ihr Kind ist nicht „schwierig“, um Sie zu ärgern. Geben Sie ihm ruhig und liebevoll klare Regeln, die es verstehen kann und die – sofern sie in diesem Moment sinnvoll und natürlich ungefährlich sind – so oft wie irgend möglich gelten sollten. Zeigen Sie liebevolle Konsequenz. Ein Kind, das ohne Regeln aufwächst, sucht nach Aufmerksamkeit – egal wie. Dahinter steckt das Bedürfnis nach Geborgenheit und Liebe.

(0) Kommentare | Permalink | Newsletter abonnieren
Themen: E-Mail Abo | dpa | Familie
Tags: Entspannung | Erziehung | Familie | Kinder | Liebe | Regeln | Zeitplanung



Verivox - Strom- und Gaspreise vergleichen