Beitrag von Global Press, 01.02.2010, 15:59
Kinder können Konzentration erlernen
Konzentration ist für Schüler eine Frage des Trainings. Erhalten die Heranwachsenden beim Erlernen des konzentrierten Arbeitens von ihren Eltern Unterstützung, verbessern sich die schulischen Leistungen oft und die Schüler stören seltener den Unterricht.
Aufforderungen und Appelle, sich endlich einmal zu konzentrieren, bewirken allerdings meist das Gegenteil und stören die kindliche Aufmerksamkeit. Denn der Nachwuchs gerät unter Druck und hat Angst, etwas falsch zu machen - eine Stresssituation entsteht. Konzentration setzt jedoch Entspannung voraus, auf die Kombination aus Motivation, Selbstorganisation und Lerntechniken kommt es an. Kinder müssen Spaß an der Schule haben. Der Lernstoff darf sie nicht überfordern und sie müssen Zeit haben, um ihren schulischen Verpflichtungen nachzukommen.
Die Eltern sollten ihren Kindern deshalb zu verstehen geben, dass ihre Arbeit geschätzt und beachtet wird. Von überzogenen Leistungserwartungen ist abzusehen. Nicht verstandene Themenbereiche werden mit den Sprösslingen gemeinsam erörtert, bei Bedarf muss auch der Lehrer hinzugezogen werden. Ein strikter Terminplan nach Schulschluss mit beispielsweise Fußballtraining und Geigenunterricht ist zu vermeiden, um dem Nachwuchs einen gewissen Freiraum zur selbstständigen Entfaltung zu gewähren.
Nach Schulschluss müssen außerdem die Hausarbeiten erledigt werden. Die Eltern sollten dabei anwesend sein und ihre Kinder bei den Aufgaben helfen. Sie haben ferner die Ergebnisse zu kontrollieren. Dabei sind laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) auch die äußerem Rahmenbedingungen für konzentrierte Schularbeiten zu schaffen. Die Umgebung sollte möglichst ruhig sein, Handy, Fernseher und Computer sind tabu. Ausreichend Lern- und Arbeitspausen sind den Kindern einzuräumen.
Genügend Schlaf und viel Bewegung an der frischen Luft erhöhen die Konzentrationsfähigkeit des Kindes ebenfalls. Die Erwachsenen sollten ihrem Sprössling darüber hinaus zuhören, denn fehlende Motivation und Unaufmerksamkeit können von Mobbing durch Klassenkameraden herrühren. Bleibt der Heranwachsende trotzdem zappelig, fahrig und unkonzentriert, empfiehlt sich ein Besuch beim Kinderarzt. (Benjamin Palm/mp)
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