Beitrag von Mirko Müller, 16.04.2008, 10:44
Interconnection-Gebühren auf der Telefonrechnung - VoIP- und Call-by-Call-Anrufe sind schuld
Telefonieren übers Internet (Voice over IP, VoIP) oder Call-by-Call-Gespräche sind günstig. So die landläufige Meinung. Doch beim günstigen Telefonieren übers Web oder per Call-by-Call gibt es versteckte Zusatzkosten. Schuld sind die so genannten Interconnection-Gebühren, die die Deutsche Telekom und andere Netzbetreiber erheben. Und zwar dann, wenn Sie z. B. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom das “Fremdnetz” des VoIP- oder Call-by-Call-Anbieters anrufen. Für Besitzer von VoiP-Anschlüssen heißt das zum Beispiel: Für den Anrufenden entstehen Zusatzkosten, wenn er Sie auf Ihrem VoIP-Telefon anruft. Paradox, aber wahr.
Ob und wann der Zuschlag fällig ist, bleibt leider oft im Dunkeln. Jeder Netzbetreiber handhabt die von der Bundesnetzagentur genehmigten Interconnection-Gebühren anders. Bei der Deutschen Telekom schlägt die Gebühr beispielsweise mit 0,2 Cent pro Minute zu Buche.
Licht ins Dunkel bringt ein Anruf unter der kostenlosen Servicenummer 0800 33 09 576. Hier erfahren Sie, ob für Gespräche aus dem Netz der Deutschen Telekom auf die gewünschte Rufnummer ein Zuschlag erhoben wird. Sie müssen nach der Ansage lediglich die Zielrufnummer eingeben und mit der Raute (#) bestätigen und erhalten dann die Informationen, ob für diese Rufnummer ein Zuschlag fällig wird. Kleiner Trost: Mit knapp 0,2 Cent oder 0,002 Euro fällt die Interconnection-Gebühr kaum ins Gewicht. Ärgerlich ist sie trotzdem.
Und so sehen sie auf der Rechnung aus: Die Interconnection-Gebühren, die Sie mitunter beim Anruf vom Festnetz auf ein VoIP-Telefon oder über einen Call-by-Call-Anbieter zahlen müssen - zirka 0,2 Cent pro Minute.
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