Beitrag von Pia Helfferich, 16.01.2010, 15:37
Individuelles Tippverhalten statt Passwort: Der neue Weg zur Sicherheit
So langsam hat man das Gefühl, ein eigenes Hirnareal ausschließlich für PIN-Nummern und Passwörter zu benötigen. Nicht zu naheliegend sollen die Passwörter sein, aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen, für jeden Dienst soll man ein eigenes Passwort verwenden und diese dann auch noch regelmäßig ändern. Möglichst ohne zur Gedächtnisstütze einen DIN A4-großen Notizzettel mit sich herumzutragen. Wo soll das noch hinführen? Vielleicht zum Gebrauch von Passwörtern ganz ohne Wörter oder Zahlen. Es gibt bereits ein System, das lediglich am Tippverhalten des Users abliest, ob er der ist, der er vorgibt zu sein. Auf der Webseite des Anbieters Psylock kann man es ausprobieren: Man tippt neunmal einen Satz ein, und schon erkennt die Software das typische Tippverhalten, also das Tempo und den Rhythmus des Tastenanschlags, die Art, wie Tippfehler korrigiert werden. Diesen persönlichen Tippstil kann niemand nachahmen oder kopieren. Schwankungen in der Tagesform oder langfristige Änderungen des individuellen Tippens kann die Software verarbeiten. Man bräuchte sich also nur noch den einen Einwählsatz zu merken und dürfte ihn sogar auf einem Zettel mit sich führen.
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