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Gesundheit und Medizin


Beitrag von dpa, 23.04.2009, 10:27

Herzkranzgefäße: Bypass-OP ist Stents oft überlegen

Der Einsatz sogenannter Stents zur Behandlung verengter Herzkranzgefäße erfordert doppelt so häufig Folgeeingriffe wie die klassische Bypass-Operation.

Einer internationalen Studie zufolge sei bei einer solchen OP die Notwendigkeit eines weiteren Eingriffs nach einem Jahr mit 5,9 Prozent deutlich geringer als bei Stents (13,7 Prozent). Darauf verwies der Herzchirurg Hans-Georg Wollert in Karlsburg bei Greifswald. Bypass-Operationen, bei denen neue Herzkranzgefäße implantiert werden, seien bei schweren Erkrankungen damit vor allem im Langzeiterfolg gegenüber den metallenen Gitterröhrchen (Stents) überlegen, betonte der Direktor des Rostocker Zentrums für Herzchirurgie, Gustav Steinhoff.

Für die sogenannte Syntax-Studie waren die Daten von 3000 Patienten an 85 Zentren in Europa und den USA ausgewertet worden. Rund drei bis vier Millionen Deutsche leiden den Angaben zufolge unter verengten Herzkranzgefäßen. Jährlich würden bundesweit rund 300 000 Patienten mit Stents behandelt, die zur Weitung der Blutgefäße eingesetzt werden. Zudem gebe es mehr als 50 000 Bypass-Operationen. Die Herzspezialisten der Universität Rostock und des Herzzentrums Karlsburg plädierten für eine engere Zusammenarbeit von Kardiologen und Herzchirurgen. «Gemeinsam müssen Herzchirurgen und Kardiologen die für den Patienten bessere Methode auswählen», sagte der Karlsburger Kardiologe und Ärztliche Direktor, Wolfgang Motz.

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