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Literatur und Bücher


Beitrag von Gisela Behrendt, 29.03.2009, 09:23

Handyromane auch in Europa im Aufwind

Mit dem Daumen einen Bestseller fürs Handy schreiben? Das ist in Japan schon lange möglich. Solche Handyromane haben dort schon längst die Bestsellerlisten erobert. Zu 50 Prozent. 

Das Handy brachte damit eine neue Literaturform hervor, die nun auch in Europa gelesen – und geschrieben – wird. Einen Handyroman erhält man von einem SMS-Dienst, lädt diesen auf sein Handy herunter und beginnt zu lesen. Im Bus, in der U-Bahn, eigentlich überall, wo man sich gerade befindet. Eine neue Art von „Unterwegs-Literatur“, die aus etwa 8.000 Zeichen besteht und für die man nur ein Handy mit einem relativ großen Display, wenig Geld und etwa zehn Minuten Zeit benötigt.

Dieses neue Genre passt sich seiner Verbreitungs- und Vertriebsform an: Kurze Sätze, knappe Dialoge und schnelle Handlungsverläufe sind die Kennzeichen der Handyromane, die auch als Fortsetzungsromane oder zuweilen in Buchform erhältlich sind. Meist kommen sie locker-leicht daher wie Oliver Bendels Handyromane.

Der gehört zu den bekanntesten deutschen Handyroman-Autoren und lebt in der Schweiz. Sein erstes Werk „Lucy Luder und der Mord im studiVZ“ erschien 2008 und nimmt die Leser mit in die Welt einer jungen Berliner Detektivin. Lucy löst ihre Fälle schnell. Für sie wie auch für die meist jugendlichen Leser ist ein multimediales Leben selbstverständlich. So wird dieses in die Romane integriert.

Handyromane bieten aus diesem Grund gerade für junge Menschen eine Einstiegsmöglichkeit in die Welt der Literatur. In diese „Literatur 2.0“ kann man sich bei Oliver Bendel sogar als Privatperson oder Firma einkaufen und eine Rolle übernehmen. Oder selbst zum Autor werden, dessen Texte als „mobile books“ gelesen werden. Dazu muss man übrigens seine Texte nicht in ein Handy tippen. 

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Themen: E-Mail Abo | Literatur und Bücher
Tags: Handyroman | Literatur 2.0 | Lucy Luder | mobile books | Oliver Bendel

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