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Gesundheit und Medizin


Beitrag von Erpenbeck, 09.02.2010, 11:23

Grapefruit – gesund und gefährlich

Die Grapefruit gehört zu den Citrusfrüchten. Entstanden ist sie vermutlich aus einer Kreuzung von Pampelmuse und Orange. Sie ist in der Regel deutlich größer als eine Orange, leider allerdings auch meist sehr viel saurer, mit einem für viele Leute unangenehm herben Geschmack. Daher zählt sie nicht gerade zu unseren Lieblings-Frischobstsorten. Dafür wird Grapefruit häufig als Saft angeboten, meist in Mischobstsäften.

Grapefruit enthält nicht nur Vitamine. Nach neueren Forschungen senkt der regelmäßige Verzehr von Grapefruit einen erhöhten Cholesterinsspiegel um bis zu 15%. Dabei sind die rotfleischigen Grapefruits offensichtlich wirksamer als die hellfleischigen. Sie enthalten deutlich mehr bioaktive Substanzen. Der genaue Wirkmechanismus ist bislang noch nicht erforscht. Aus den bisherigen Untersuchungen kann man jedoch ableiten, dass der regelmäßige Verzehr von einer Grapefruit am Tag Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen kann. Zudem wirkt Grapefruit verdauungsfördernd, entschlackend und regt auch den Zuckerstoffwechsel an. Außerdem enthält sie eine mikrobiell wirksame Substanz, die sowohl gegen Pilze als auch gegen Bakterien wirkt.

Wäre es bei soviel gesundheitlichem Potential dann nicht sinnvoll, jedem Patienten eine Grapefruit am Tag zu verordnen?

Leider nicht generell. Insbesondere dann nicht, wenn Sie bereits andere Medikamente nehmen müssen. Die aktiven Stoffe in der Grapefruit greifen sehr stark in den Leberstoffwechsel ein. Das dort arbeitende Enzym Cytochrom P 450 wird in seiner Aktivität von der Grapefruit gehemmt. Da dieses Enzym wiederum zuständig ist für den Abbau und Stoffwechsel verschiedener Arzneistoffe, können durch diese Hemmung lebensgefährliche Über- oder Unterdosierungen entstehen. Davon betroffen sind unter anderem Bluttfettsenker, Herz- und Blutdruckmittel, pilzwirksame Stoffe, Zytostatika, Immunsuppressiva und Hormone.

Wenn Sie Medikamente einnehmen müssen, fragen Sie besser in Ihrer Apotheke nach, ob diese Arzneien sich mit Grapefruit vertragen. Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf die Grapefruit. Es gibt Gott sei Dank genug leckere Obstsorten, die Sie ersatzweise essen können und die Ihren Medikamenten nicht in die Quere kommen.

Und vergessen Sie nicht, bei Mischobstsäften immer zuerst nachzusehen, ob Grapefruit enthalten ist. So beugen Sie unliebsamen Überraschungen vor.

P.S.: Wenn Sie in Ihrer Apotheke eine Kundenkarte haben, kann Ihr Apotheker problemlos nachsehen, ob Medikamente dabei sind, die zusammen mit Grapefruitsaft Schwierigkeiten machen. Fragen Sie ihn einfach.

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Themen: E-Mail Abo | Gesundheit und Medizin | Konventionelle Medizin |
Tags:

Grapefruit, Pampelmuse, Zitrusfrüchte, Interaktionen mit Medikamenten, Leber,Stoffwechsel, Überdosierung, Unterdosieung, Arznei



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