Beitrag von Astrid Dlugokinski-Thoma, 05.02.2008, 22:21
Frisch vom Markt – was bieten Selbsterzeuger?
Märkte gab und gibt es in allen Ländern, Städten, Dörfern und sogar am Strassenrand. Einige – wie zum Beispiel der Viktualienmarkt in München oder der Hamburger Fischmarkt – gelangen auch weit über ihren Standort hinaus zur Berühmtheit. Aber was fasziniert eigentlch so an den Verkaufsständen unter freiem Himmel oder in den Markthallen? Gehen wir der Sache einmal auf den Grund, denn auch ich bin eine bekennende Marktbesucherin.
Malerisches Angebot an frischen Tomaten, Bohnen und Gurken (klick)
Das Angebot auf dem Markt besticht durch die Vielfalt, die sich noch von Region zu Region unterscheidet. Zur Apfelzeit bieten die Obstbauern und Gartenbesitzer wahrscheinlich ähnlich viele Apfelsorten an, aber im Norden entdeckt man andere Sorten als im Süden. Viele dieser Obst- und Gemüsesorten gelangen nur auf den Wochenmarkt und werden ausschliesslich hier verkauft, derart kleine Mengen reizen keine Supermarktkette.
Somit sind wir schon bei einem wichtigen Aspekt jeden Marktes, bei den heimischen Produkten. Auf den meisten Märkten stehen sie zusammen an einem besonderen Platz.
Die sogenannten Selbsterzeuger kommen aus der Region und haben damit die kürzesten Wege zu den Kochtöpfen ihrer Kunden. Wie der Name schon sagt, dürfen sie nur das verkaufen, was sie selbst erzeugen oder verarbeiten. Dazu gehören zum Beispiel Kartoffeln, Pilze, Spargel, Äpfel, Eier, Forellen, Brathähnchen, Kirschwasser, Steinofenbrot und Trauerkränze. Für uns Kunden bietet diese Nähe gerade bei Obst und Gemüse viele Vorteile, denn alles wird erst dann gepflückt, wenn es reif ist. Meist sogar am Abend vorher. Salat wird häufig früh am Morgen geschnitten und kommt somit wahrlich knackfrisch auf den Klapptisch.
Der Markt neigt sich dem Ende zu, mit leeren Kisten und geduldigen, kauffreudigen Kunden (klick)
Es wird nur so viel geerntet, wie voraussichtlich verkauft werden kann. Keine Marktfrau nimmt gern wieder etwas mit zurück. Lieber werden die Kirschen am Baum und die Tomaten am Strauch gelassen. In zwei Tagen ist ja wieder Markt. Und die Marktbeschicker wissen aus langer Erfahrung, dass frisches Gemüse auf alle Fälle mehr Abnehmer findet. Und worüber sich jeder Verkäufer freut: zufriedene Kunden kommen immer wieder.
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