Beitrag von Mirko Müller, 19.02.2008, 15:07
Festplattenfehler und Temperaturen auslesen mit SpeedFan
Gesund lebt es sich besser. Das gilt auch für Ihre Festplatte. Nur wenn die Festplatte gesund, sprich: fehlerfrei ist, kann sie ihr Bestes geben. Fehler bremsen sie aus und machen sie langsamer. Um Festplattenfehlern möglichst schnell auf die Schliche zu kommen, haben moderne Platten einen eigenen Doktor an Bord, der sie rund um die Uhr überwacht und Fehler sofort in die digitale Patientenakte schreibt. Das Zauberwort heißt S.M.A.R.T. - Self Monitoring Analysis and Reporting Technology.
Ob Ihre Festplatte über die pfiffige S.M.A.R.T.-Technologie verfügt, erkennen Sie zumeist beim Einschalten des Computers. Direkt nach dem Einschalten erscheint dann für einen Augenblick die Meldung “S.M.A.R.T. enabled” oder “S.M.A.R.T. active”. Als Faustregel gilt: Seit 1997 sind praktisch alle Festplatten mit S.M.A.R.T. ausgestattet.
Wie der Name bereits verrät, sind S.M.A.R.T.-Festplatten schlau nud analysieren sich selbst. Treten Fehler auf, schreibt die Festplatte sofort ein Fehlerprotokoll in einen speziellen Speicherbereich auf der Festplatte. Die Crux: Windows ignoriert das Fehlerprotokoll; es gibt kein Windows-eigenes Tool zum Auslesen der Gesundheitsakte.
Erfreulicherweise gibt es einige kostenlose Hilfsprogramme, die Ihnen den S.M.A.R.T.-Gesundheitszustand verraten. Eines der übersichtlichsten und informativsten ist das Gratis-Tool “SpeedFan” für Windows XP und Vista, das Sie von der Webseite www.almico.com/speedfan.php bekommen. Um mit SpeedFan den Gesundheitszustand Ihrer Festplatte zu überprüfen, gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Rufen Sie die Webseite http://www.almico.com/speedfan.php auf, und laden Sie dort die Gratisversion von “SpeedFan” herunter. Sie finden das Programm im Bereich “Download”.
2. Starten Sie SpeedFan, und wechseln Sie zur Registerkarte “S.M.A.R.T”.
3. Wählen Sie aus der Liste “Hard Disk” Ihre Festplatte aus.
4. Im unteren Bereich listet das Programm anschließend alle S.M.A.R.T.-Werte auf.
Die Werte “Fitness” und “Performance” in der Statusleiste am unteren Fensterrand verraten, wie gesund die Festplatte ist. Je weiter der Ausschlag, umso besser geht es der Platte. Die einzelnen Testwerte zeigen, ob es bereits zu Fehlern gekommen ist. Im Bereich “Seek Error Rate” oder “Write Error Rate” erfahren Sie beispielsweise, ob es bereits zu Schreib- oder Lesefehlern gekommen ist. Ein grünes OK signalisiert: alles in Ordnung.
Treten vermehrt Fehler auf, deutet das auf einen bevorstehenden Ausfall der Festplatte hin. Damit es nicht soweit kommt und auf einen Schlag alle Daten verloren gehen, sollten Sie defekte Festplatten umgehend gegen neue Datenträger austauschen. Mit Tools wie Acronis TrueImage (ca. 45 Euro) oder Norton Ghost (ca. 37 Euro) können Sie mit wenigen Klicks die komplette Festplatte auf eine neue Harddisk kopieren.
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