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Beitrag von Miriam Betancourt, 29.02.2008, 21:39

Essen ist Medizin

In der Chinesischen Medizin ist allein das richtige Essen schon Medizin. Das befand allerdings auch schon Ärzte-Urvater Hippokrates, und der war weiser Grieche. Mittlerwelle haben sich hierzulande die Begrifflichkeiten geändert: Wir im Westen zählen eher in Vitaminen und Mineralien, in der Chinesischen Medizin hingegen denken die Menschen in der Kategorie Energie, auch Qi genannt. Dabei hat jedes Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften, und die werden mit Yin (für Kühle bis Kälte) und Yang (für Wärme bis Hitze) beschrieben. Außerdem gibt es neutrale Nahrungsmittel. Dieses Konzept scheint uns auf den ersten Blick sehr fremd, doch im zweiten Hinsehen macht es durchaus Sinn. Denken wir nur an die Weihnachtszeit, wenn Plätzchen mit wärmenden bis heißen Gewürzen wie Zimt, Nelken oder Anis gebacken werden. Auch ein Glühwein (Rotwein wärmt) in der kalten Jahreszeit macht schön warm. Im Sommer dagegen trinken viele lieber ein kühles Glas Weißwein und essen beim Italiener als Vorspeise eine Tomatensuppe. Auch wenn die Suppe heiß genossen wird – Tomaten kühlen den Körper ab und halten durch ihre Säure die Flüssigkeit im Körper zusammen. Das ist bei hohen Außentemperaturen für den Körper sehr wichtig. Solche Beispiele lassen ein zunächst fremd erscheinendes Ernährungskonzept dann doch wieder ein ganzes Stück logischer erscheinen.

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Tags: Chinesische Medizin