Beitrag von Wolfgang W. Seefeldt, 28.12.2009, 17:11
Es ist nie zu spät: “Gehirndoping” klappt auch im Alter
Die „klassischen“ Fitmacher für den Geist sind mittlerweile bekannt: Sudoku, Rätsel und ein reges Sozialleben. Hingegen wird eine gesunde Ernährung oder gar Fasten als eine andere Form von “Gehirndoping” oft zu wenig beachtet. Dabei beugen nach neueren Erkenntnissen auch Kalorienbegrenzung und viele ungesättigte Fettsäuren, etwa in Fisch oder Leinsamen, nachla ssenden Gehirnfunktionen vor.
Auch das Risiko für Demenz oder Schlaganfall – so Professor Hansdetlef Wassmann von der Universitätsklinik Münster – lasse sich mit richtiger Ernährung eindämmen. Die Basis dieser Erkenntnisse seien in erster Linie tierexperimentelle Untersuchungen. Daraus ließe sich folgern, dass bei weniger Kalorienzufuhr die Widerstandsfähigkeit des Gehirns gegenüber Energie-Mangelzuständen und regelmäßigem Fasten steige. Bei solchen Mangelzuständen handele es sich in der Regel um Durchblutungsstörungen, und diese könnten Auslöser etwa von Schlaganfällen und Hirnfunktionsstörungen sein. Das Gehirn werde nicht ausreichend mit Sauerstoff und Glucose versorgt, weil die Blutbahnen nicht ausreichend transportierten.
Es liege die Vermutung nahe, dass dies auch beim Menschen so sei, sagte der Mediziner und Direktor der Klinik für Neurochirurgie. Gedächtnistests und Beobachtungen an gesunden älteren Menschen hätten bereits gezeigt, dass kalorienreduzierte Kost und eine an Omega-3-Fettsäuren reiche Ernährung die Signalweiterleitung im Gehirn ankurbelt. Die Lernfähigkeit im Alter bleibe länger erhalten, beziehungsweise es werde dem altersbedingten Gehirnabbau entgegengewirkt.
Fazit: Gesunde und kalorienarme Ernährung hält die Hirngefäße elastisch und sorgt für eine insgesamt bessere Hirndurchblutung. Damit steigen auch die Leistungsfähigkeit sowie die Denk- und Merkfähigkeit des Gehirns.
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Tags: Demenz | Gehirnabbau | Gehirndoping | gesunde Ernährung | Hirndurchblutung | Hirnforschung | Hirngefäße | Schlaganfall
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