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Geld und Finanzen


Beitrag von Global Press, 22.05.2009, 11:45

Energie aktuell: Strombranche setzt auf breiten Energiemix

Die Nettostromproduktion der deutschen Elektrizitätsunternehmen stieg im Jahr 2008 auf 599,3 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. KWh). Das war fast genauso viel Strom wie im vorangegangenen Jahr 2007, als 598,9 Mrd. KWh erzeugt wurden. Damit hat sich der in den zurückliegenden Jahren verzeichnete Anstieg durch den Konjunktureinbruch im letzten Quartal 2008 nicht fortgesetzt.

Kohle und Kernenergie blieben auch im vergangenen Jahr die wichtigsten Energieträger in der Stromwirtschaft. Sie hatten einen Anteil von 65 Prozent an der Stromproduktion. Erdgas trug laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit 14 Prozent zur Stromerzeugung bei. Erneuerbare Energien wie Wind, Wasser, Biomasse und Sonne konnten ihren Anteil am Erzeugungsmix leicht auf rund 15 Prozent steigern.

Auch in Zukunft werden konventionelle Kraftwerke die Hauptlast der Stromerzeugung in Deutschland tragen. Denn selbst wenn es gelingen sollte, den Anteil der erneuerbaren Energien auf 30 Prozent der Stromerzeugung zu steigern, müssen immer noch 70 Prozent des Strombedarfs in konventionellen Kraftwerken produziert werden, so der BDEW. Deutschland könne als Industrieland bei der Stromproduktion in absehbarer Zeit auf keinen Energieträger verzichten. An der Entwicklung der Technologien zur Abtrennung und Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid (CCS) werde gearbeitet, um künftig einen klimafreundlicheren Einsatz von Kohlekraftwerken zu ermöglichen. Doch Kernkraftwerke müssten im Erzeugungsmix ebenfalls weiter ihren Platz haben, wenn die Stromerzeugung wirtschaftlich, sicher und klimafreundlich sein soll, erklärte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.  (Hilde Nizamoglou/en-wid)

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Tags:

Global Press, en-wid, Stromerzeugung, Energiemix

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