home   über uns   kontakt   impressum   login   registrieren

Literatur und Bücher


Beitrag von Pia Helfferich, 07.12.2007, 19:45

Eine Rede schreiben und halten, Teil 5

Am Tag des Vortrags sollte man frühzeitig vor Ort sein und sich gegebenenfalls mit der Technik vertraut machen oder ein paar Worte mit dem Menschen wechseln, von dem man später vorgestellt und auf die Bühne gebeten wird.

Bevor es ernst wird, zieht man sich eine Weile zurück, um summend die Stimme auf ihre Betriebstemperatur zu bringen. Ja, summend. Man kann außerdem Grimassen schneiden, um die Gesichtsmuskulatur zu lockern. 
Auch wenn man, etwa bei einer Hochzeitsfeier, die Möglichkeit hätte, im Sitzen zu reden und sich dabei hinter der Tischdekoration zu verstecken, sollte man diese Alternative tunlichst ausschlagen und stattdessen im Stehen sprechen. In aufrechter Haltung hat jeder eine bedeutend bessere Stimme und wer möchte schon all das Scharren und Rascheln ertragen, wenn sich die Leute verrenken, um den Redner zu suchen.

Idealerweise verteilt man sein Gewicht auf beide Beine, hält die Schultern locker und schaut nach vorn. Sprechpausen kann man zur Korrektur der Haltung, vor allem zum Lockerlassen der Schultern, nutzen.

Zu Beginn dankt man dem Moderator, für die einleitenden Worte, für die Einladung oder wofür auch immer. Ganz wichtig ist, sich eingangs niemals zu entschuldigen. Nicht dafür, dass man aufgeregt ist, zu wenig Zeit für die Vorbereitung hatte, es draußen schön ist und man die Gäste der Möglichkeit beraubt, die Sonne zu genießen und sie stattdessen langweilen wird. KEINE Entschuldigungen.

Während man spricht, sollte man ins Publikum schauen. Scheibenwischerblicke, bei denen man seinen Blick ganz schnell rundum schweifen lässt, bevor man die Augen wieder niederschlägt, signalisieren Unsicherheit und sind zu vermeiden. Besser ist es einzelne Teilnehmer oder Gruppen anzublicken. Notfalls setzt man vertraute Menschen ins Publikum und blickt eben nur die an.

Vor Aufregung kann man außer Atem geraten. In dem Fall hilft eine Pause. Man sollte sich klarmachen, dass Pausen auf das Publikum viel kürzer wirken als auf den Redner. Wenn man mal den Faden verliert, kann man sich in aller Ruhe sammeln. Eventuell bemerkt das Publikum das nicht einmal.

Am Schluss bedankt man sich für die Aufmerksamkeit – und wundert sich heimlich, dass es so schnell vorbei war.

(0) Kommentare | Permalink | Newsletter abonnieren
Themen: E-Mail Abo | Literatur und Bücher | Schreiben im Alltag
Tags: Einstieg | Feier | Gliederung | Hochzeit | Lampenfieber | Manuskript | Publikum | Rede | Rede halten | Rede schreiben | Schluss | Vortrag



Verivox - Strom- und Gaspreise vergleichen