Beitrag von Martin Schmidt, 24.08.2008, 21:02
Angeln ohne Latein: Die optimale Vorfachlänge für Hechte
Hechte besitzen scharfe Zähne, die mühelos normale Schnüre durchtrennen. Deshalb ist es beim gezielten Angeln auf Hechte oder in hechtreichen Gewässern ein Vorfach aus Stahl unerlässlich. Herrscht bei der Vorfachart weitestgehend Einigkeit, so werden Sie in der Literatur unterschiedliche Angaben zur Länge finden. Allerdings sind 30 Zentimeter das absolute Minimum, wenn der Hecht Ihr Zielfisch ist.
Für Spinnköder, also künstliche Köder wie beispielsweise Wobbler, Spinner oder Jerkbaits, hat sich in der Praxis eine Vorfachlänge von 30 bis 40 Zentimeter bewährt, da der Köder sich meist im vorderen Bereich des Fischmauls befindet. Zudem erleichtert ein Vorfach zwischen 30 und 40 Zentimetern einen optimalen Wurf, da vor dem Auswurf nur wenig Schnur samt Köder mitschwingt. Je nach Köder können Sie wahlweise ein eher steiferes 1x7- oder ein geschmeidigeres 7x7-Stahlvorfach benutzen.
Bei der Verwendung von Naturködern sollte das Vorfach mindesten 50 bis 60 Zentimeter messen. Diese Köder werden von den Fischen regelrecht inhaliert und sitzen deshalb sehr tief im Rachen des Tieres. Bei Naturködern empfiehlt sich immer ein 7x7-Stahlvorfach, da ein zu steifes Vorfach die Fische beim Schlucken verunsichern würde. Bei einem 1x7-Vorfach ist die Gefahr zu groß, dass der Hecht den Köder noch vor dem Anschlag wieder ausspeit.
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