home   über uns   kontakt   impressum   login   registrieren

Hardware


Beitrag von Mirko Müller, 17.12.2007, 11:25

Die optimale Festplatte für Ihren Rechner

Ihr Rechner braucht Speicherplatz. Je mehr desto besser. Den bekommt er in Form der Festplatte. Hier speichert der Computer dauerhaft alle Dateien und Programme, die für die Arbeit mit dem PC notwendig sind. Das kann mit der Zeit eine ganze Menge werden. Mehrere tausend oder hunderttausend Dateien sind keine Seltenheit.

Auf der Festplatte geht’s ganz schön rund: Das Starten von Programm, das Speichern von Dateien oder das Spielen hält die Festplatte auf Trab. Stets müssen neue Dateien von ihr geladen und auf ihr gespeichert werden. Die Geschwindigkeit der Festplatte ist daher in Sachen Performance ein gewichtiger Faktor: Je schneller der Computer die Dateien findet oder ablegt, umso zügiger geht’s zur Sache. Drei Faktoren sind für die Geschwindigkeit der Festplatte ausschlaggebend:

* Die Datenübertragungsrate: Dieser Wert bestimmt, wie schnell große Datenpakete übertragen werden. Flotte Platten schaufeln die Daten mit einer Transferrate von 40 MByte pro Sekunde vom und zum Rechner.

* Die Zugriffszeit: Dieser Wert definiert die Zeit, die die Festplatte benötigt, um einen Datenblock zu finden. Schnelle Festplatten haben eine mittlere Zugriffszeit - auch Random Access Time genannt - von 9 bis 11 Millisekunden.

* Die Fragmentierung: Die Fragmentierung - oder “Zerstückelung” bestimmt, in welchem Grad die Daten auf der Festplatte in einzelne Teilstücke zerteilt (fragmentiert) vorliegen. Je mehr Dateien nur als Fragmente und nicht in einem Stück vorliegen, umso mehr Zeit vergeht beim Lesen der Dateien.

Neben der Geschwindigkeit ist auch die Größe der Festplatte für ein flottes Arbeiten wichtig. Der Grund: Einen Teil der Festplatte nutzt Windows als “Not-Reserve”. Wenn es im Arbeitsspeicher eng wird, nimmt Windows einen Teil der Festplatte, um dort selten benötigte Bereiche des Arbeitsspeichers auf der Festplatte in einer so genannten Auslagerungsdatei auszulagern. Dieser Bereich ist in etwa so groß wie der derzeit installierte Arbeitsspeicher. Für 1 GByte Arbeitsspeicher schnappt sich Windows entsprechend 1 GByte zusätzlichen Festplattenspeicher.

Weitaus hungriger als Windows selbst sind Programme und Spiele. Nicht selten verlangen moderne Programme nach mehreren GByte Festplattenplatz auf der Festplatte. Wenn Sie Video- oder Musikdateien bearbeiten oder speichern sind in Windeseile mehrere Dutzend GByte verbraucht.

Für die Auslagerungsdatei, Programme und Dateien sollten Sie stets freien Speicherplatz in Reserve haben. Denn wenn die Platte voll ist, geht gar nichts mehr. Als Faustregel hat sich folgendes bewährt: Auf Ihrer Festplatte sollte stets ein Drittel der zur Verfügung stehenden Kapazität noch frei sein, um für zukünftige Programme und Dateien gerüstet zu sein. Wenn auf Ihrer 200-GB-Festplatte zurzeit nur noch 20 GB frei sind, ist ein Engpass in den nächsten Wochen oder Monaten bereits absehbar - es sei denn, Sie räumen regelmäßig auf und Archivieren Ihre Daten auf externe Datenträger.

Wie viel Platz Sie für Ihre Daten tatsächlich benötigen, hängt vom Einsatzgebiet des Computers und die persönlichen Vorlieben ab. Für einen einfachen Büro-PC reichen Festplatten mit 80 bis 100 GB aus. Bei Grafik-PCs sollten es schon 200 GB sein. Und wenn Sie mit dem PC Videos bearbeiten oder viele Spiele installieren, sind mindestens 500 GB empfehlenswert. 

(0) Kommentare | Permalink | Newsletter abonnieren
Themen: E-Mail Abo | Hardware | Computer
Tags: Auslagerungsdatei | Festplatte | Fragmentierung | Harddisk | PC | Zugriffszeit