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Beitrag von Mirko Müller, 28.06.2008, 10:01

Die Akkulaufzeit von Notebooks verlängern

Je länger, desto besser: Wenn Sie mit dem Notebook unterwegs sind, ist eine möglichst lange Akkulaufzeit das A und O. Mit einigen pfiffigen Tricks und Kniffen verlängern Sie die Laufzeit des Notebook-Akkus um wertvolle Minuten:

Nicht benötigte Geräte abstöpseln

Wichtigste Stromsparmaßnahme: Schließen Sie nur die Gräte an das Notebook an, die Sie zum Arbeiten brauchen. Nicht benötigte Geräte sollten Sie abstöpseln. Per USB angeschlossenen Geräte wie Kartenleser oder Mobiltelefone beziehen über den USB-Bus Strom und belasten den Notebook-Akku. Auch Geräte wie USB-Lampen sind nur unnütze Stromverbraucher. Prüfen Sie zudem, ob im PCMCIA-Slot (PC-Card-Slot) noch Karten stecken, die Sie nicht benötigen - beispielsweise Netzwerkkarten oder Mobilfunkkarten. Wenn Sie diese entfernen, muss das Notebook die Geräte nicht mehr mit Strom versorgen.

Bildschirm dunkler machen

Der Notebook-Bildschirm gehört zu den größten Stromfressern. Verzichten können Sie darauf nicht - Sie können ihn aber dunkler machen. Je heller der Bildschirm eingestellt ist, umso mehr Akkustrom wird benötigt. Probieren Sie, ob nicht auch mit einem etwas dunkleren Bildschirm ein Arbeiten möglich ist. Ebenfalls hilfreich: Verwenden Sie einen möglichst dunklen Bildschirmhintergrund - das spart noch einmal Strom.

Verzicht auf Bildschirmschoner

Schöne, aber richtige Stromfresser: Verzichten Sie auf die Bildschirmschoner. Stellen Sie stattdessen im Energiesparmenü der Systemsteuerung ein, dass der Monitor nach 5 Minuten Eingabepause ausgeschaltet werden soll. Gehen Sie hierzu in die Systemsteuerung ("Start > Systemsteuerung > Leistung und Wartung > Energieoptionen”, bei Windows Vista “Start > Systemsteuerung > System und Wartung > Energieoptionen > Energiespareinstellungen ändern"), und wählen Sie im Feld “Monitor ausschalten” die Option “Nach 5 Minuten”.

Nicht benötigte Hardware abschalten

Viele Notebooks sind bereits von Hause mit jeder Menge Zusatz-Hardware ausgestattet: Infrarot-Port, WLAN, Bluetooth, Netzwerkkarte, Modem, Firewire-Schnittselle, Drucker-Port und vieles mehr. Damit wird das Notebook zwar zum universellen Arbeitsgerät. Allerdings auch zum universellen Stromverschwender. Denn alle integrierten Komponenten brauchen Strom.

Schalten Sie alle Zusatzgeräte aus, die Sie nicht benötigen. Wenn Sie beispielsweise nur via WLAN ins Netz gehen, können Sie die integrierte Netzwerkkarte und Bluetooth ausschalten. Das spart Strom und Prozessorleistung. Damit haben Sie auch gleichzeitig eine gefährliche Sicherheitslücke gestopft: Das Abschalten von Bluetooth macht Ihre Notebook weniger verwundbar für Hackerangriffe. Generell sollten Sie Bluetooth nur dann einschalten, wenn Sie es gerade benötigen und danach sofort wieder ausschalten.

Der beste Weg: Gehen Sie ins BIOS des Notebooks und deaktivieren Sie dort die nicht benötigten Geräte. In den meisten Fällen finden Sie die Einstellungen unter Integrated Devices oder Integrated Peripherals. Markieren Sie das entsprechende Gerät, und wählen Sie die Option “Disabled”. Ideale Stromspar-Kandidaten sind zum Beispiel:

- Interner WLAN-Adapter
- Internes Modem
- Interne Soundkarte
- Interne Netzwerkkarte/LAN-Controller
- Integrierte MiniPCI-Schnittstelle
- Serielle Schnittstelle
- Parallele Schnittstelle (Drucker-Schnittstelle)
- Integrierter Infrarot-Port
- Firewire-Schnittstelle (IEEE 1394)

Falls sich die Komponenten im BIOS nicht abschalten lassen, können Sie hierzu auch den Geräte-Manager von Windows verwenden. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie den Computer nicht neu starten müssen, wenn Sie das Gerät wieder aktivieren möchten. Ein Mausklick im Geräte-Manager genügt, um beispielsweise den WLAN-Adapter wieder zum Leben zu erwecken. Klicken Sie im Geräte-Manager ([Windows-Taste]+[Pause] und “Geräte-Manager\") auf das gewünschte Gerät, und rufen Sie den Befehl “Aktion > Deaktivieren” auf. Im Geräte-Manager erscheint dann vor dem Gerät ein kleines, rotes X.

Das Abschalten via Geräte-Manager eignet sich besonders für Geräte, die Sie sporadisch doch noch benötigen - wenn auch selten. Wenn Sie aber bereits sicher sein können, dass Sie zum Beispiel das interne Modem nicht benutzen werden, sollten Sie es gleich im BIOS ausschalten. Dann ist es für das Betriebssystem von Anfang an unsichtbar.

Stromsparfunktionen nutzen

In vielen Notebooks sind moderne Stromspar-Mechanismen integriert. Diese sollten Sie aktivieren und nutzen. Notebook-Prozessoren von Intel verwenden beispielsweise die so genannte SpeedStep-Technologie. Der Trick: Wird das Notebook per Netzteil versorgt, steht die komplette Rechenleistung zur Verfügung. Befindet sich das Notebook allerdings im Akkubetrieb wird der Prozessor automatisch den Rechenanforderungen angepasst. Er arbeitet nur so schnell, wie gerade benötigt. AMD verwendet die Technologie unter dem Namen Cool’n’Quiet (kühl und leise).

Prüfen Sie im BIOS Ihres Notebooks, ob die SpeedStep- bzw. Cool’n’Quiet-Funktion verfügbar und eingeschaltet (Enabled) ist.

Im BIOS können Sie noch weitere Stromspar-Funktionen einschalten. Achten Sie darauf, dass die Funktionen APM bzw. ACPI aktiviert (Enabled) sind. APM und ACPI arbeiten Hand in Hand mit dem Betriebssystem und sorgen für einen minimalen Energieverbrauch. In der Systemsteuerung von Windows können Sie dann den Stromsparmodus aktivieren. Gehen Sie hierzu in die Systemsteuerung ("Start Systemsteuerung Leistung und Wartung Energieoptionen”, bei Windows Vista “Start > Systemsteuerung > System und Wartung > Energieoptionen > Energiespareinstellungen ändern"), und wählen Sie aus der Liste Energieschemas den Eintrag “Minimaler Energieverbrauch”, “Minimale Batteriebelastung” oder “Energiesparmodus”.

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Tags: ACPI | Akkulaufzeit | APM | Energiesparoptionen | Laptop | Notebook | Strom sparen | Stromsparfunktionen | Tragbarer Computer