home   über uns   kontakt   impressum   login   registrieren

Finanzen


Beitrag von Thomas v. Buelow, lic. oec. HSG, 10.12.2007, 09:20

Die Abgeltungssteuer - lohnen Aktien noch?

MacBook Air Gewinnspiel

Ist die hohe Nachfrage nach Aktien eine Folge gesetzlicher Veränderungen, die in der nächsten Zeit unter dem Begriff Abgeltungssteuer in Kraft treten?

Für Aktien, die noch bis 2008 gekauft werden, gibt es eine Art Bestandschutz der bisherigen gesetzlichen Situation: bei der Veräußerung unterliegen sie noch nicht der Abgeltungssteuer.

Die hohen Aktienkurse sind im wesentlichen begründet mit der konjunkturellen Lage, der guten Ertragslage, in der sich die meisten Unternehmen befinden. Die Hausse nährt auch hier die Hausse. Viele Aktien sind inzwischen auch recht teuer geworden. Günstig erscheinen vor allem die Bankaktien: sie sind gebeutelt von der Verschlechterung der Risiken amerikanischer Hypothekenkredite, die zu massiven Wertberichtigungen geführt haben und eventuell auch noch führen werden (Subprime-Krise).

Wann muß ein Privatanleger seine Anlagestrategie ändern?

Jeder Anleger kann zwischen verschiedenen Anlagen wählen und wird dabei immer seine eigenen Kriterien in Betracht ziehen. Diejenigen, die in den letzten Jahren insbesondere aus steuerlichen Gründen Anlagen gewählt haben, bei denen keine Zinserträge anfallen, sondern Erträge aus der Steigerung des inneren Wertes der Anlage erwartet wurden, werden durch die Abgeltungssteuer stärker betroffen sein. Bisher waren nämlich die beim Verkauf von Aktien oder ähnlichen Firmenanteilen erzielten Gewinne steuerfrei, wenn sie mindestens ein Jahr Eigentum des Veräußerers waren.

Diejenigen, die bisher den Aktienmärkten mißtrauten und dort nicht anlegten, auch keine Anteile an anderen Unternehmen besitzen, haben vermutlich keine Nachteile druch die Abgeltungssteuer. Wurden nämlich bisher die Zinserträge nach Abzug von steuerfreien Pauschalen mit dem normalen Einkommenssteuersatz versteuert wird nun pauschal mit 25% (zzgl. Solidaritätszuschlag etc.) versteuert. Also: liegt der Einkommensteuersatz über diesem Satz ist die Abgeltungssteuer eine Erleichterung.

In der Konsequenz heißt das: die Anlage in Unternehmensanteilen und die Erzielung von Aktiengewinnen ist natürlich nach wie vor attraktiv und nach den statistischen Erfahrung über die Jahrzehnte auch attraktiver, als festverzinsliche Anlagen. Aber die Attraktivität von festzinslichen Anlagen ist gerade bei hohen Einkommenssteuersätzen attraktiver geworden.

Tip: Jeder, der ein kleines Anlageportfolio hat, sollte auf dem Hintergrund seiner steuerlichen Situation prüfen, ob er die Gewichtung einzelner Anlagen nicht ein wenig verändert. Da nun alle Erträge auf Finanzanlagen besteuert werden: warum nicht mal über die Investition in Bilder namhafter Künstler nachdenken oder die alten Sammelleidenschaften wiederbeleben. Gute alte Weine, Bücher oder Zigarren sind durchaus gut handelbar und haben zudem noch den Vorteil eines ganz anderen Masses an haptischer Freude.

Ich könnte hier zumindest in diesem Portal zu diesen Themen gut einige Tipps gebrauchen grin

(0) Kommentare | Permalink | Newsletter abonnieren
Themen: E-Mail Abo | Geld und Finanzen | Börse | Geld
Tags: Abgeltungssteuer | Aktie | Bank | Hausse | Portfolio | Steuer | Wertberichtigung



Verivox - Strom- und Gaspreise vergleichen