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Beitrag von Mirko Müller, 22.01.2008, 15:45

Der Telefon-Knigge (Teil 2): Während des Telefonats

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Telefonieren wird immer günstiger. Dank Telefon-Flatrate, Skype und Internet-Telefonie ist das Telefonieren rund um die Uhr kostenlos. Das ist aber noch lange kein Freibrief für munteres Losplappern. Selbst wenn Telefongespräche gratis sind, eines kosten sie immer: Zeit. Auch beim Gratis-Telefonieren sollten daher die gewohnten Gepflogenheiten gewahrt bleiben. Der kleine Telefon-Knigge zeigt, was vor, während und nach einem Gespräch oder beim “sprechen” mit dem Anrufbeantworter zu beachten ist.

In dieser Folge geht es um die richtige Verhalten während des Gesprächs.

Während des Telefonats

Auch wenn Sie beim Telefonieren Ihren Gesprächspartner nicht sehen; Benimmregeln und etwas Stil und Etikette sollten schon sein. Wenn Sie während des Gesprächs folgende Regeln beherzigen, macht das Telefonieren Spaß - nicht nur im Internet.

- Die richtige Begrüßung
Fallen Sie nicht gleich mit der Tür uns Haus. An erster Stelle stehen die Begrüßung sowie die Nennung des eigenen Namens. Ein freundliches „Guten Tag“ gehört zum Standard, eventuell ergänzt um „Haben Sie einen Moment Zeit für mich?“. Das gibt dem Gesprächspartner die Gelegenheit sich auf Sie und das Gespräch einzustellen.

- Freundlichkeit ist Trumpf
Geizen Sie nicht mit „bitte“ und „danke”. Sprechen Sie Ihren Gegenüber persönlich an. Und lächeln Sie - es ist auf der anderen Seite zu hören. Die Stimme ist ein sehr sensibles Instrument. Der Gesprächspartner findet anhand Ihrer Stimme schnell heraus, ob Sie genervt, wütend, traurig oder fröhlich sind. Übrigens: Telefonieren Sie öfter mal im Stehen. Das tut nicht nur Ihrer Bandscheibe gut, sondern verbessert gleich den Klang der Stimme.

Sprechen Sie zur Person, nicht zum Telefon. Wenn Sie sich Ihren Gesprächspartner statt des Telefonhörers vor Augen führen, wirken Sie gleich viel menschlicher und sympathischer.

- Unterbrechung? Kein Problem
Ein laufendes Gespräch kann ungewollt schnell unterbrochen werden. Gelegenheiten gibt es viele, etwa der klingelnde Postbote, die angebrannte Suppe oder ein zweiter Anruf. Alles kein Problem: Bei unverhoffter, wichtiger Gesprächsunterbrechung entschuldigen die kurze Unterbrechung. Und falls es länger dauern sollte, vereinbaren Sie einfach einen erneuten Rückruf.

- Aktiv zuhören
Lassen Sie Ihren Gesprächspartner spüren, dass Sie an dem Telefonat interessiert sind. Dazu gehört, dass Sie aktiv zuhören und Ihrem Gegenüber signalisieren, dass Sie ihn verstanden haben.

- Nachfragen erlaub
Wenn Sie etwas nicht verstehen, einfach nachfragen. Das ist kein Zeichen von mangelnder Intelligenz oder Auffassungsgabe, sondern von Aufmerksamkeit und Interesse.

- Verzögerungen erklären
Sollte es während des Telefonats zu Verzögerungen kommen - etwa weil Ihnen etwas heruntergefallen ist oder jemand ins Zimmer stürmt - erklären Sie den Grund der Verzögerung. Ihr Gegenüber kann sie ja nur hören, und nicht sehen, was Sie gerade machen oder wer oder was gerade stört.

- Wer ruft zurück?
Wenn ein Gespräch unvermittelt abreißt - etwa durch Stromausfall oder eine andere Störung - gilt generell: Der Anrufer ruft zurück. Unabhängig davon, wen die Schuld am Gesprächsabbruch trifft.

- Privates bitte nicht am Arbeitsplatz
Vermeiden Sie bei Telefonaten am Arbeitsplatz intime private Schwätzchen. Ein “Sag mir, dass du mich liebst” ist am Arbeitsplatz einfach lästig, wenn nicht sogar lächerlich.

- Richtig Schluss machen
Auch das richtige Beenden eines Telefonats ist wichtig. Nicht einfach der Gespräch unvermittelt beenden, sondern im Idealfalls noch einmal kurz dafür bedanken und sich freundlich verabschieden. Und keinesfalls die Gabel auf den Hörer knallen - das hört sich auf der Gegenseite schrecklich an.



Hier geht es zu den weiteren Folgen des Telefon-Knigges:
Teil 1: Gespräche richtig vorbereiten
Teil 2: Während des Telefonats
Teil 3: So bitte nicht – Die Do’s and Dont’s beim Telefonieren
Teil 4: Was tun bei Dauerquatschern?
Teil 5: Der richtige Umgang mit dem Anrufbeantworter



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