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Beitrag von Detlef Schulz, 01.04.2008, 16:41

Das AppleScript-Dateiformat “Programm” und seine Optionen

Wenn Sie ein AppleScript als Programm abspeichern, erhält es das Dateikürzel “app”. Das ist dasselbe Dateikürzel, das auch andere Programme auf dem Mac haben. An der Datei-Endung allein könnte man also nicht erkennen, dass es sich um ein Skript handelt.

Dass es ein Programm ist, welches in AppleScript geschrieben wurde, erkennen Sie jedoch am Icon. Man bezeichnet solche als Programm gespeicherte Skripts auch als Applets, und es handelt sich dabei um das Standardformat für einfache, sofort ausführbare Skripts.

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Abb.: Das Icon eines AppleScripts im Programm-Format mit dem Dateikürzel “app”.

Im Unterschied zu einem normalen Mac-Programm handelt es sich bei diesem Programm jedoch nicht um ein Bundle, sondern um eine einzelne Datei.
Wenn Sie das Programm starten, wird es nicht im Skripteditor geöffnet, sondern der enthaltene Code wird direkt ausgeführt. Der Code liegt in der Datei in kompilierter Form vor.
Trotzdem lässt sich ein als Programm gespeichertes Skript auch im Skripteditor öffnen. Sie müssen dies jedoch explizit mit dem Skripteditor tun, zum Beispiel indem Sie es auf das Programmsymbol des Skripteditors ziehen.

Das auffälligste Merkmal eines als Programm gespeicherten Skripts ist das eigene Menü. Es enthält jedoch nur wenige Einträge und lässt sich auch nicht anpassen. Das Menü ist zudem nicht lokalisiert, zeigt also englische Einträge. Wenn Sie eine deutsche Menüzeile wollen, müssen Sie das Skript unbedingt im Format “Programm-Bundle” abspeichern.
Da die meisten Skripts nach der Ausführung gleich wieder automatisch geschlossen werden, spielt das Menü meistens keine große Rolle. (Für eine Anpassung des Menüs muss man das Skript in AppleScript Studio entwickeln.)

Speichern Sie ein Skript immer dann als Programm ab, wenn es direkt ausgeführt werden soll.
Das Dateiformat “Programm” ist also gut für alle fertigen Skripts, die sich im Alltag bewähren sollen. Hier würde es in der Regel stören, wenn das Skript immer erst im Skripteditor geöffnet wird, in dem man es dann noch einmal explizit starten müsste.


Für ein im Format “Programm” gespeichertes Skript stehen die folgenden drei Optionen im “Sichern unter"-Dialog zur Verfügung:


Diese Eintrage sollen kurz erläutert werden.

Nur ausführbar
Seien Sie mit dieser Option vorsichtig! Wenn Sie hier einen Haken setzen, lässt sich das Programm nicht mehr im Skripteditor öffnen und bearbeiten. Diese Option bietet einen einfachen Schutz, um den Code vor neugierigen Blicken zu schützen. Unbedarft gesetzt, kann diese Option aber auch jede Menge Arbeit zunichte machen, wenn Sie vergessen vorher eine Sicherungskopie des Skripts ohne diese Option zu sichern.


Startdialog
Diese Option führt dazu, dass Ihr Skript nach dem Start nicht gleich mit der Ausführung des Codes beginnt, sondern zuerst einmal den Startdialog anzeigt. Welcher Text in dem Startdialog aufgenommen wird, können Sie in dem Feld “Beschreibung” des Skripteditors angeben. Beachten Sie hierzu auch den Artikel: ”Die Beschreibung im Skripteditor und ihre Aufgabe”.
Diese Option ist übrigens nicht nur zur Anzeige von Lizenzbestimmungen, Copyright-Informationen oder Bedienungsanleitungen nützlich, sondern auch weil Sie dann Gelegenheit haben, auf das Menü des Skriptprogramms zuzugreifen. Dort finden Sie nämlich im Bearbeiten-Menü den Eintrag “Skript bearbeiten”, der es Ihnen ermöglicht, das Skript im Skripteditor zu öffnen, anstatt es auszuführen. Im Ablage-Menü lässt sich zudem der Startdialog nachträglich deaktivieren.
Der Startdialog selbst bietet zwei Buttons an: einen, um das Skript zu starten, und einen, um es zu beenden. Diese Buttons sind englisch mit “Run” und “Quit” beschriftet.
Speichern Sie das Skript im Format “Programm-Bundle”, wenn Sie deutsche Buttons benötigen.


Nicht automatisch beenden
Bei dieser Option wird das Skript nach Ausführung seines Codes nicht gleich beendet, sondern bleibt geöffnet. Diese Option ist für normale Skripts uninteressant, aber sehr wichtig für Skripts, die im Hintergrund auf Ereignisse warten, Leerlaufzeiten des Rechners für Ihre Arbeit nutzen oder von anderen Skripten aufgerufen werden.


Übrigens lassen sich alle drei Optionen beliebig miteinander kombinieren.
Ein Skript, das als Programm abgespeichert wurde, hat den Type ‘APPL’ und den Creator ‘aplt’ - oder ‘dplt’, wenn es sich um ein Droplet handelt.

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