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Gesundheit und Medizin


Beitrag von Global Press, 28.12.2009, 12:52

Beruflicher Stressabbau ist häufigster Vorsatz - Tipps gegen Burn-out

Konflikte am Arbeitsplatz sorgen bei 31 Prozent der Deutschen für Stress. Daher verwundert es nicht, dass der Abbau und die Vermeidung von Stress auf der Liste der Vorsätze fürs neue Jahr ganz oben stehen. Das geht aus einer Umfrage der Krankenkasse DAK unter 3 010 Krankenversicherten hervor. Demnach ist jede dritte Frau mehr vom Job gestresst als vom Privatleben. Bei den Männern sind es mit 28 Prozent etwas weniger. Mehr als ein Drittel aller Befragten fühlen sich unter Druck gesetzt, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.

Fast zwei Drittel der Befragten haben sich daher für 2010 vorgenommen, Stress abzubauen oder zu vermeiden. Doch dieses Vorhaben erledigt sich nicht von allein. Denn hält die Belastung durch Stress über einen längeren Zeitraum an, drohen psychische und körperliche Folgen wie Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Magen- oder Rückenschmerzen, Nackenverspannungen und Persönlichkeitsveränderungen. Chronischer Stress kann schließlich zum Burn-out führen. Durch die ständige Überbelastung kommt es am Ende zu einem Verlust der Lebensfreude und zu einem Zustand innerer Leere, oft auch zu Verzweiflung und Selbstmordgedanken.

Ein erster Schritt im Kampf gegen den Stress ist, die eigene Situation sachlich zu analysieren und sich den Stress und die Zwänge, denen man unterliegt, einzugestehen. So lassen sich die Bereiche aufspüren, in denen man sich überengagiert. Hier muss man sich zurücknehmen. Gleichzeitig sollte Isolation vermieden werden, indem nicht alles allein gemacht wird, sondern Kontakte mit Menschen gepflegt werden, die einem gut tun. Wenn gewohnheitsmäßig anderen Personen Probleme oder Pflichten abgenommen wurden, ist es nun an der Zeit zu lernen, höflich davon Abstand zu nehmen. Vielmehr ist es erforderlich, dass man selbst fürsorglich behandelt wird.

Hilfreich ist es zudem, kürzer zu treten, indem verschiedene Dinge delegiert werden. Dabei ist Wichtiges vom Unwichtigen zu unterscheiden, am besten, indem eine Rangliste erstellt wird. Unwichtiges kann vernachlässigt und dadurch Zeit gewonnen werden. Den gleichen Effekt hat es, auch mal “Nein” zu sagen, wenn von außen Forderungen oder Ansprüche an die eigene Zeit gestellt werden. In einer Krisensituation kann es empfehlenswert sein, kurzfristig Distanz zu schaffen und innerlich zwei Schritte zurück zu gehen. Ein sinnvolles Zeitmanagement und eine Neuordnung der Prioritäten schaffen Freiräume, sportliche Aktivitäten bringen den Körper dazu, Dampf abzulassen. Entspannungsverfahren und Meditation können zudem wichtige Bausteine einer Vorbeugung vor den negativen Auswirkungen der Belastung sein.

Deutliche Signale sendet auch der Körper. Hunger sollte nicht ignoriert werden, sondern Anlass für eine gesunde Mahlzeit und eine Pause sein. Zudem ist es gut, dem eigenen Schlafbedürfnis nachzugeben. Die Psyche kann beruhigt werden, indem man sich nicht um Dinge sorgt, die einer vernünftigen Grundlage entbehren: Man ist nicht für alles verantwortlich. Zudem wird Zeit gewonnen, wenn nicht so viel gegrübelt, sondern sich um die wirklichen Bedürfnisse gekümmert wird. Was ebenfalls nicht unterschätzt werden darf, ist der Spaßfaktor. Lachen ist gesund und erleichtert die Arbeit, außerdem fördert Lächeln die gute Laune. Ein Tipp für die Praxis: Drei Mal am Tag sollte man bewusst ein- und ausatmen, und beim Ausatmen schenkt man sich und anderen ein Lächeln.  (Silke Koppers/mp)

mp Düsseldorf - Konflikte am Arbeitsplatz sorgen bei 31 Prozent der Deutschen für Stress. Daher verwundert es nicht, dass der Abbau und die Vermeidung von Stress auf der Liste der Vorsätze fürs nächste Jahr ganz oben stehen.

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