Beitrag von Sigrid Ruth Stephenson, 28.02.2008, 15:07
Berührungen genießen – mit Selbstmassage
Die meisten Menschen mögen und brauchen Berührungen – von Geburt an. Säuglinge, die regelmäßig satt und trocken gehalten werden, aber nicht liebevoll gestreichelt und beachtet, werden krank oder sterben gar. Behinderte oder alleinlebende Menschen leiden oft darunter, nicht in den Arm genommen oder „gedrückt“ zu werden. „Drück mich doch mal“, sagt auch manche Ehefrau gelegentlich, wenn die Sehnsucht nach Körperkontakt übermächtig wird. Wenn man Schmerzen hat, reibt man instinktiv über die schmerzende Stelle, zum Beispiel über Stirn oder Bauch – und fühlt sich oft sofort besser. Das hat seinen Grund: Beim Streicheln und Drücken werden über bestimmte Rezeptoren in Haut und Muskeln Oberflächen- und Tiefensensibilität angesprochen. Weil das so gut tut, lässt man sich gern mal eine Massage verschreiben. Leider spielen die Krankenkassen immer seltener mit, und die Ärzte sind in ihren Möglichkeiten, Massagen zu verordnen, eingeschränkt. Wer auf die wohltuenden Berührungen nicht verzichten möchte und keinen Freund oder Partner an der Seite hat, der ihn massieren möchte, kann sich mit Selbstmassage weiterhelfen.
Hierfür einige Ratschläge: Der Raum muss ausreichend temperiert sein, wenn Sie unbekleidet oder nur in Unterwäsche sein wollen. Eine Massage ist aber auch durch die Kleidung hindurch möglich. Sie können einzelne Körperteile massieren oder auch den ganzen Körper. Sie können Hilfsmittel benutzen, etwa Bürsten, einen Luffahandschuh oder einen hölzernen Massageroller – oder nur mit den Händen arbeiten. Wenn Sie das direkt auf der Haut tun, lässt ein Massageöl (z. B. Jojobaöl) Ihre Hände leichter gleiten.
Überlegen Sie, zu welchem Zweck die Massage dienen soll. Zum Zweck der Beruhigung müssen die Bewegungen wesentlich langsamer sein, als wenn Sie in Schwung kommen wollen. In jedem Fall ist es günstig, in rhythmischem Gleichmaß zu arbeiten. Wenn es möglich ist, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, etwa zwanzig Minuten. Stehen Sie genervt auf der Autobahn im Stau, können auch wenige Minuten Hals-, Nacken- und Stirnmassage Sie beruhigen und Ihre Laune heben. Schon morgens im Bett tun Sie sich etwas Gutes, wenn Sie Ihre Füße kräftig durchkneten und über die dort befindlichen Reflexzonen sämtliche Körperfunktionen anregen.
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