Beitrag von Ulf Cronenberg, 04.05.2008, 16:48
Apples Mighty Mouse reinigen
Apple hat mit der Mighty Mouse vor zwei Jahren den Abschied von der Ein-Tasten-Maus eingeläutet - ein Schritt, den viele Apple-User für längst überfällig gehalten haben. Die Mighty Mouse ist formschön, und weil man mit ihr auch seitlich scrollen kann, recht praktisch - doch sie hat ein großes Problem: Der Scrollball verschmutzt leicht und schon geht damit gar nichts mehr. Zwei Tipps helfen, den Scrollball wieder funktionstüchtig zu machen.
So genial viele Apple-User die Mighty Mouse finden - in vielen Foren beschweren sich Besitzer der Apple-Maus, dass der Scrollball irgendwann nicht mehr funktioniert, weil er verschmutzt ist. Und so geht es auch mir immer wieder. Alle ein bis drei Monate muss ich den Scrollball gründlich reinigen. Zwei Lösungen haben sich hierbei bewährt.
Das feuchte Tuch
Mit der ersten Methode ist manchmal das Problem schon gelöst. Man nehme ein flusenfreies Tuch (Mikrofasertücher haben sich hier z.B. bewährt) und feuchte dieses an einer Stelle an:
Nun nimmt man die ausgestöpselte Maus, dreht sie auf den Kopf und fährt mit dem Scrollball über den feuchten Fleck des Tuches. Das sollte man längere Zeit machen - sinnvoll sind Auf- und Abbewegungen, aber auch Kreiselbewegung (beides ohne Druck und dann mit Druck auf das Scrollrad, so dass dieses nach oben gedrückt wird).
Anschließend kann man das Scrollrad noch über einen trockenen Teil des Tuches rollen - oft muss das Scrollrad auch noch trocknen, bevor es wieder funktioniert.
Doch leider lassen sich mit dieser Methode nicht immer die Probleme mit der Mighty Mouse lösen.
Der dünne Tesa-Streifen
Methode 2 hat bisher - zumindest, wenn ich sie mehrfach eingesetzt habe, und in Kombination mit der oben genannten Methode - immer zum Erfolg geführt. Sie ist jedoch etwas fieselig.
Zuerst sollte man von einer Tesa-Filmrolle einen ca. 5 cm langen Streifen abschneiden. Hiervon benötigt man nun einen sehr schmalen Streifen, der nur ein paar Millimeter breit ist. Hat man diesen zugeschnitten (und dabei sollte man möglichst wenig durch seine Fingerabdrücke dessen Klebekraft verringern), so platziert man das eine Ende des Tesa-Streifens auf dem Scrollball (und zwar mit der Klebeseite auf dem Scrollball).
Anschließend versucht man mit einer Fingerspitze den Scrollball so zu drehen, dass der Tesa-Film unter dem Scrollball verschwindet. Man sollte nun den Scrollball weiterdrehen, bis der Tesa-Streifen auf der anderen Seite wieder auftaucht. Das ist leichter gesagt als getan und recht kniffelig. Manchmal gelingt mir das gleich beim ersten Tesa-Streifen, manchmal auch erst bei weiteren.
Hat man den Tesa-Film auf der anderen Seite des Scrollballs wieder nach oben bekommen, so sieht das wie folgt aus:
Nun kann man den Tesa-Streifen an beiden Enden mit den Fingern festhalten und ihn hin- und herbewegen. Dadurch lösen sich nach und nach auch etwas hartnäckigere Staubansammlungen unter dem Scrollball. Und das macht letztendlich die Mighty Mouse wieder funktionstüchtig.
Am Ende zieht man den Tesa-Streifen wieder aus dem Scrollball. Sinnvoll ist es jetzt, noch einmal die Methode 1 mit dem feuchten Tuch einzusetzen, um die gelösten Staubteilchen an die Oberfläche zu bringen. Und damit ist das Problem meist gelöst.
Manchmal kommt es jedoch schon auch vor, dass man Methode 2 zwei- oder dreimal verwenden muss. Aber bisher habe ich den Scrollball meiner Mighty Mouse so noch immer wieder zum Funktionieren “überreden” können.
Lästig ist diese regelmäßige Fummelei natürlich trotzdem - und es bleibt zu hoffen, dass Apple bald eine andere Lösung für das Problem findet. Aber wer seine Mighty Mouse “liebt” (so wie ich), der nimmt das trotzdem auf sich.
Im zweiten Teil des Artikels zur Reinigung der Mighty Mouse wird übrigens eine weitere Methode vorgestellt.
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